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Wintersport: Peiffer gewinnt den Sprint in Oberhof

Magdalena Neuner hatte es im Damen-Sprint vorgemacht, nun zog Arnd Peiffer nach und nährte die Hoffnung, dass auch mit den deutschen Biathleten im Hinblick auf die Heim-WM in Ruhpolding zu rechnen ist.

Arnd Peiffer hat beim Weltcupsprint in Oberhof den zweiten Saisonsieg für die deutschen Biathlon-Herren perfekt gemacht, nachdem Andreas Birnbacher in Hochfilzen die Verfolgung zu seinen Gunsten entschieden hatte.

Damit scheint der Knoten bei Peiffer geplatzt zu sein, nachdem es in dieser Saison bisher noch nicht rund bei dem Sprint-Weltmeister von Khanty-Mansyisk lief. Der Erfolg war das richtige Signal im Hinblick auf die Titelkämpfe in Ruhpolding. "Das war ein Riesenerlebnis. Dieses Ergebnis war für mich persönlich sehr wichtig. Ich habe gemerkt, ich kann es noch und das gibt mir Selbstvertrauen für die nächsten Rennen", sagte Peiffer.

Für den 24-Jährige bedeutete der Triumph vor 22.000 begeisterten Zuschauern in der Rennsteig-Arena den fünften Sieg im Weltcup, alle Erfolge hat er bisher im Sprint über zehn Kilometer errungen. Peiffer verwies in einem spannenden Wettkampf trotz einer Strafrunde den Franzosen Simon Fourcade, der am Schießstand fehlerfrei geblieben war, um 1,1 Sekunden auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Russe Evgeny Ustyugov, der ebenfalls alle zehn Schuss ins Ziel gesetzt hatte, mit 4,8 Sekunden Rückstand. Die beiden Norweger Tarjei Bö (Erkältung) und Ole Einar Björndalen (trainiert stattdessen) waren nicht am Start. 

Peiffer läuferisch bärenstark 

Vor allem die läuferische Leistung von Peiffer lässt für die kommenden Wettkämpfe einiges erhoffen. Lediglich der Norweger Emil Hegle Svendsen war rund 23 Sekunden schneller und lief in einer eigenen Liga. Er konnte damit seine drei Schießfehler aber auch nicht ganz kompensieren und wurde Sechster.

Peiffer wiederum war ebenfalls gut 20 Sekunden schneller als die nächstbesten Läufer und lieferte vor allem eine großartige Schlussrunde ab. "Ich wusste, dass ich am Birxstieg acht Sekunden hinten lag und habe alles gegeben", meinte Peiffer, der mit einem Rückstand von 8,7 Sekunden auf Fourcade in die Schlussrunde gegangen war.

Starkes Ergebnis von Florian Graf 

Auch Simon Schempp überzeugte mit der fünftschnellsten Zeit in der Loipe, dafür klappte es am Schießstand nicht und nach drei Fehlern stand nur Platz 19 zu Buche.

Damit war er lediglich viertbester Deutscher, denn einen Rang vor ihm landete noch der fehlerfrei schießende Michael Rösch. Noch besser lief es bei Florian Graf, der mit einem Fehler und ordentlicher Laufleistung bis auf den siebten Rang nach vorne kam. "Ich habe mich diesmal besser drauf eingestellt und war souveräner am Schießstand. Aber der eine Fehler hätte nicht sein müssen", sagte Graf

sportal.de / sportal

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