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Eisern Union: Nach Absage des Jahrhundertspiels: Union Berlin verkauft virtuelle Stadion-Wurst und Bier

Mit Bier aus einem virtuellen Imbisswagen haben die Fans von Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin ihren Ärger über das abgesagte Spiel gegen Rekordmeister FC Bayern München "heruntergespült". 

Fans des 1. FC Union Berlin recken rot-weiße Schals ihres Klub in die Höhe

Wie eine Wand stehen die Anhänger des 1. FC Union Berlin hinter ihrer Mannschaft. Selbst in Zeiten des Coronavirus unterstützen sie ihre "Eisernen" - dieses Mal ganz besonders kreativ.

DPA

Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin ist in der Krise rund um das Coronavirus kreativ geworden. Die Köpenicker, die am Samstag vor ausverkauften Haus an der Alten Försterei gegen Rekordmeister FC Bayern München hätten spielen sollen, stemmten sich mit einer außergewöhnlichen Aktion gegen die Absage des vielleicht wichtigsten Spiels der Vereinsgeschichte. Statt im Stadion begrüßte der Klub seine Fans auf der eigenen Online-Plattform "AFTV" und zeigte dort den selbst produzierten Aufstiegsfilm "Die Zeit ist nun gekommen". Dabei kümmerte man sich auch um die trockenen Kehlen der Anhänger. Wenn auch nur virtuell.

Kesselgulasch, Erbsensuppe und Radler für 2,50 Euro

Es könne doch nicht sein, dass es keinen Fußball mit der "Union-Familie" gibt, hieß es am Samstagabend um 18.30 Uhr auf der Union-Internetseite: "So darf doch eine eiserne Woche nicht enden!" Und weil Fußball ohne Bier und Bratwurst kein Fußball ist, öffnete eine Stunde vor dem eigentlichen Anstoß ein virtueller Imbisswagen. Der Grund für die besondere Aktion: "Viele Unioner haben sich in den letzten Tagen gemeldet und gefragt, wie sie den Verein mit einer Spende unterstützen können. Darunter war eine unwiderstehliche Idee: Der virtuelle Imbisswagen!", teilten die Köpenicker mit. Viele Anhänger machten gern davon gebraucht. Sie kauften virtuell auch Kesselgulasch, Erbsensuppe oder Radler für Preise ab 2,50 Euro. Eine wirkliche Gegenleistung bekamen sie für ihre Spende nicht.

"Trinken wir darauf, dass wir uns bald wieder alle gesund in unserem Wohnzimmer wiedersehen. Und niemals vergessen Eisern Union!", schrieben die Berliner. Viele Anhänger teilten Fotos ihrer Einkäufe in den sozialen Netzwerken und halfen dem Hauptstadtklub so finanziell, um die massiven Einnahmeausfälle vom Bayern-Spiel zumindest ein wenig zu kompensieren.

js / DPA

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