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Umfrage von stern und Statista Lindt & Sprüngli, BMW, Adidas und Co.: Das sind die besten Arbeitgeber Deutschlands

Umfrage von stern und Statista: Lindt & Sprüngli, BMW, Adidas und Co.: Das sind die besten Arbeitgeber Deutschlands
© Robert Kneschke/ / Picture Alliance
Die Corona-Zeit stellt auch die Unternehmen vor besondere Herausforderungen – und diese meistern die Betriebe unterschiedlich.  Mehr als 47.500 Beschäftigte haben uns verraten, ob sie einen Job in ihrer Firma empfehlen würden. Das sind die Sieger.

Vom Frühstückstisch bis zum Büro unterm Dach sind es nur ein paar Meter. Aber bevor Elke Ruffing sich an den Schreibtisch setzt, geht sie erst mal aus dem Haus und dreht eine Runde. "Ich simuliere den Arbeitsweg“, erzählt die 52-Jährige. Etwas Abstand ist immer gut, nicht nur als Schutz vor einer Corona-Infektion.

Telefonspaziergänge als Form der Personalführung

Während der Computer hochfährt, stellt sie sich jeden Montagmorgen eine Frage: Mit wem habe ich am längsten nicht gesprochen? Den wird die Betriebswirtin im Lauf der Woche anrufen, um ausführlicher zu reden.

Nach der Elternzeit hat Elke Ruffing auch in Teilzeit Karriere ­gemacht. Heute hat sie Verantwortung für 30 Softwareentwickler. 
Seit März sind alle fast durchgehend im Homeoffice. Das Unternehmen bietet Schulungen an, wie man aus der Entfernung gut führt
Nach der Elternzeit hat Elke Ruffing auch in Teilzeit Karriere ­gemacht. Heute hat sie Verantwortung für 30 Softwareentwickler. 
Seit März sind alle fast durchgehend im Homeoffice. Das Unternehmen bietet Schulungen an, wie man aus der Entfernung gut führt
© Max Arens / stern

Sie hat die Personalverantwortung für 30 Mitarbeiter. Wie geht es dir? Was nervt? Brauchst du Unterstützung? Das sind dann die Themen. "Ich verabrede mich gern für Telefonspaziergänge“, sagt sie, "dann kommen wir beide mal raus.“ Nach acht Monaten Homeoffice hat man so seine Kniffe.

Ruffing ist Teamleiterin in der Softwareentwicklung bei der Datev in Nürnberg, einem IT-Dienstleister für Steuerberater und die mittelständische Wirtschaft, organisiert als Genossenschaft mit 40.000 Mitgliedern. Für mehr als 13 Millionen Arbeitnehmer erstellt das Unternehmen jeden Monat die Lohnabrechnung. Das klingt alles nicht besonders hip, aber den Beschäftigten gefällt’s. Die Datev zählt zu den 25 besten Arbeitgebern Deutschlands.

Zum zweiten Mal haben der stern und die Marktforscher von Statista untersucht: Welche Unternehmen empfehlen Beschäftigte ihren Freunden? Mit mehr als 47.500 Teilnehmern ist das die größte Studie ­dieser Art. Die Befragung fand im vergangenen Sommer statt, also zwischen der ersten und zweiten Corona-Welle.

Es ging nicht darum, im Detail die Regel­ungen für Kurzarbeit, Hygiene oder Homeoffice zu bewerten, dennoch fließt der Umgang mit dem Virus in die Beurteilung der eigenen Firma ein. Oder wie es die Psychologin Hannah Schade vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund formuliert: "In der Krise kann man wie unter einem Brennglas erkennen, was man für einen Arbeitgeber hat.“

Das Miteinander im Betrieb und das Verhalten der Vorgesetzten haben das größte Gewicht, wenn Beschäftigte ihren Arbeitgeber weiterempfehlen. Die Bedeutung dieses Faktors ist im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozentpunkte auf 21 Prozent gestiegen. Dahinter stehen Reaktionen zu Statements wie: "Es herrscht ein Klima von Fairness und Vertrauen“; "Gute Leistungen werden anerkannt und gelobt“; "Mein direkter Vorgesetzter trifft klare und nachvollziehbare Entscheidungen“.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Besonders gut klappt das offenbar bei der deutschen Tochter des Schweizer ­ Schokoladenkonzerns Lindt&Sprüngli in Aachen, wo jedes Jahr 165 Millionen Goldhasen und 65 Millionen Weihnachtsmänner für die ganze Welt produziert ­werden.

In der Liste der 650 besten Arbeitgeber erreicht das Unternehmen den ersten Platz. Dabei spielen die guten Noten für das Miteinander und das Verhalten der Chefs die entscheidende Rolle.

Lindt&Sprüngli ist ein eher konservatives Unternehmen – durchaus im positiven Sinn. Es wird nach Tarif gezahlt, es gibt einen Betriebsrat und einen Aufsichtsrat mit Arbeitnehmervertretern. "Je weniger Friktion es zwischen Mitarbeitern und Unternehmensführung gibt, desto mehr Energie steht für die Zusammenarbeit zur Verfügung“, erklärt die Firma dazu. Und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe biete auch "klare wirtschaftliche Vorteile“.

Gutes Miteinander

In der Corona-Krise hat Lindt bisher die Produktion am Laufen gehalten. Dort gibt es nun größere Abstände, flexible Trennwände und Maskenpflicht. Kurzarbeit war nur zeitweise in den fabrikeigenen Shops nötig. Die Verwaltung ist in ein A- und B-Team aufgeteilt, die abwechselnd im Büro und im Homeoffice sind. "Das Miteinander war vor der Krise gut und ist nun in der Krise anders, aber gut geblieben“, heißt es dazu aus dem Unternehmen.

Wenn es darauf ankommt, kann man sich in deutschen Firmen offenbar aufeinander verlassen: 60 Prozent der Teilnehmer der stern-Studie sagen, dass es in Krisenzeiten einen großen Zusammenhalt gebe. Nur bei 14 Prozent trifft das nicht zu.

Auf den ersten Blick erstaunlich ist, dass auch in schwer getroffenen Branchen wie der Flugzeugindustrie oder dem Tourismus viele Arbeitgeber gute Bewertungen erhalten. Dabei haben etwa MTU, Airbus und die Lufthansa einen massiven Stellenabbau angekündigt. Offenbar unterscheiden die Betroffenen durchaus zwischen Ursache und Wirkung.

"Ein Chef muss greifbar sein"

Anruf bei Werner Müller. "Hier scheint die Sonne, die Gipfel sind überzuckert“, erzählt der Hoteldirektor des Kempinski Berchtesgaden, "was uns fehlt, sind die Gäste.“ 138 Zimmer, Preis mit Frühstück ab 320 Euro. Die Lage auf dem Obersalzberg ist geschichtsträchtig, der Blick auf das Watzmann-Massiv traumhaft. Doch genießen kann den kaum jemand. Heute sind gerade vier Mitarbeiter im Haus. 

Auszubildende Karishma Stutz und Hoteldirektor Werner Müller
Auszubildende Karishma Stutz und Hoteldirektor Werner Müller. Er hält mit den Auszubildenden die Stellung, die meisten Hotelmitarbeiter sind in Kurzarbeit, das Hotel hat seit Oktober geschlossen
© Max Arens / stern

Kempinski hat seinen Scorewert in der Arbeitgeberstudie deutlich verbessert. Im Gesamtranking liegt die Luxushotelkette auf Platz 59, in der Tourismusbranche auf Platz zwei. Wie bei Lindt schätzen die ­Beschäftigten das Betriebsklima und das Agieren der Vorgesetzten. Das mag mit ­Typen wie Werner Müller zu tun haben.

"Ein Chef in der Hotellerie muss greifbar sein“, sagt der 41-Jährige. Er wohnt in einem der Mitarbeiter-Häuser, ein Neubau mit 64 Appartements entsteht gerade. Sein Credo: "Wenn die Mitarbeiter happy sind, dann überträgt sich das an den Gast. Dann gibt er den einen oder andern Euro mehr aus und kommt wieder.“

Der Hoteldirektor ist stolz darauf, dass er bisher keinen einzigen Arbeitsplatz streichen musste. Während der ersten Zwangsschließung im März hat er eine Job-Garantie ausgesprochen. Im Sommer waren dann wieder alle an Bord. Bis Oktober war die Auslastung sehr gut, Coronabedingt auf 80 Prozent beschränkt. Infektionen gab es keine. Jetzt sind wieder die meisten Beschäftigten auf Kurzarbeitergeld. Der Arbeitgeber stockt auf, aber den Leuten fehlt das Trinkgeld.

Müllers Hauptaugenmerk gilt während des Lockdowns den knapp 30 Auszubildenden. Eine von ihnen ist Karishma Stutz. Die 21-Jährige ist im dritten Lehrjahr als Hotelfachfrau. Und das Programm musste irgendwie weitergehen. "Das war eine riesige Umstellung“, sagt sie.

Großputz, Matratzentauschaktion, ein Abstecher in die Reservierungszentrale nach München sowie jede Menge Webinare und Mails. "Ich habe mich nie verloren gefühlt“, erzählt sie, "wir waren sehr froh, dass wir mit der Ausbildung weitermachen konnten.“

Gute Führung und materielle Sicherheit

Wer im Ausnahmezustand dafür sorgt, dass es seinen Leuten gut geht, kann diese langfristig an sich binden. Das Problem des Fachkräftemangels ist zwar gerade nach hinten gerückt, aber dürfte schon bald allein aus demografischen Gründen wieder ein Thema werden. So ist die Pandemie ein Test für die Unternehmenskultur: Wer jetzt Positives erlebt, wird seinen Freunden noch lange davon erzählen.

Dabei spielt auch die materielle Sicherheit eine Rolle. Laut der stern-Studie ist die Bezahlung der zweitwichtigste Faktor für eine hohe Attraktivität von Arbeitgebern – ebenfalls mit gestiegenem Gewicht.

Das ist eine Domäne der Autofirmen wie BMW, Daimler und Porsche, die in diesem Jahr wieder weit oben in der Liste stehen. Deutlich verbessert und jetzt auf Platz elf ist die Deutsche Flugsicherung, wo Fluglotsen 7.000 bis 9.000 Euro im Monat verdienen. Höhere Gehälter können Nichtakademiker kaum erreichen.

Es ist eine Ellenbogengesellschaft, nicht sprichwörtlich, sondern ganz real. Wenn Jan Höra seinen Kollegen auf etwas hinweisen möchte, dann nimmt er per Armgelenk Kontakt auf. Normalerweise, also vor Corona. Jetzt hängen in der Kontrollzentrale in München Plexiglasplatten zwischen den Arbeitsplätzen, der Abstand ist vergrößert. "Das ist schon befremdlich“, erzählt der Fluglotse im Videochat, "aber wir arbeiten weiter im Team.“

Um über 70 Prozent ist der Flugverkehr eingebrochen. Trotzdem muss der Luftraum weiter kontrolliert werden. "Es ist auch Stress, vor dem Nichts zu sitzen“, sagt der 28-Jährige, denn die Konzentration muss hoch bleiben. Genau diese Fähigkeit wird schon beim Aufnahmetest für die Ausbildung geprüft, den nur fünf Prozent bestehen. Schon als Leistungssportler hat Höra gemerkt, dass ihm das leichtfällt.

Vom Küchentisch aus, mit wackligem Internet, ist der Luftraum nicht zu überwachen. "Ein Fluglotse kann nicht ins Home­office“, sagt Andre Biestmann, Leiter des Krisenteams der Flugsicherung, das seit 20. März nur noch per Schaltkonferenz tagt, inzwischen mehr als hundertmal. In den Towern läuft der Betrieb weiter. Wegen der Gefahr durch Aerosole wurden alle ­Klimaanlagen auf Frischluft umgestellt, auch wenn die Energiekosten so steigen. Eine Infektionswelle darf keinesfalls den Betrieb lahmlegen. "Wir gehören zur kritischen Infrastruktur“, sagt Biestmann.

Schutzausrüstung kommt gut an

Systemrelevant ist auch der EKX 516, der wie ein Autoscooter auf Stelzen durch eine Lagerhalle für Medizinprodukte im Osten Hamburgs saust. Der knallgelbe Hochregalstapler mit Elektroantrieb kann bis zu 1,6 Tonnen auf 18 Meter Höhe heben. Ein Spielzeug für große Jungs.

Sven Speckin macht die Tour sichtbar Vergnügen, auch wenn sie der Prüfung dient."Die Fahrzeuge dürfen nicht ausfallen“, sagt er, "sonst reißen die Lieferketten“. Der 29-Jährige ist Servicetechniker bei Jungheinrich, einem der führenden Anbieter für Logistiklösungen. "Die Unterstützung bei uns ist groß“, lobt Speckin, "wir hatten zum Beispiel schon früh gute Schutzausrüstung.“

Sven Speckin, Servicetechniker bei Jungheinrich, bei der Arbeit: Gabelstapler müssen rollen, damit auch in der Krise der Nachschub für Handel und Kliniken kommt. Deswegen läuft die Wartung weiter – mit Abstand und Maske (hier nur für das Foto abgenommen). 
Die Firma bedankte sich bei Speckin mit 750 Euro Sonderzahlung
Sven Speckin, Servicetechniker bei Jungheinrich, bei der Arbeit: Gabelstapler müssen rollen, damit auch in der Krise der Nachschub für Handel und Kliniken kommt. Deswegen läuft die Wartung weiter – mit Abstand und Maske (hier nur für das Foto abgenommen). 
Die Firma bedankte sich bei Speckin mit 750 Euro Sonderzahlung
© Max Arens / stern

Das Familienunternehmen zählt zu den größten Aufsteigern im stern-Ranking – von Platz 78 auf 16. Vorstandschef Lars Brzoska meldet sich dazu aus dem heimischen Büro. Im Hintergrund bellt sein Hund. "Uns ist es wichtig, ein bevorzugter Arbeitgeber zu sein“, sagt der Manager, "das ist auch Teil unserer Unternehmensstrategie.“

Nicht nur mit Worten belohnen

Ob im Kundendienst oder im Home­office – in der Krise sei viel mehr als nur gute Arbeit geleistet worden. Jungheinrich hat deswegen seine Beschäftigten zu ­"Gelben Helden“ erklärt – analog zur Firmenfarbe. "Wertschätzung mit Worten ist wichtig, aber wir wollten das finanziell untermauern“, erzählt Brzoska. Deswegen gab es im Dezember eine Sonderzahlung für alle Beschäftigten von bis zu 1.000 Euro.

Auch bei Jungheinrich hätten vor Corona einige Führungskräfte Homeoffice skeptisch gesehen, erzählt Brzoska, "auch aus Angst vor Kontrollverlust“. Inzwischen habe man gelernt, dass es funktioniere, wenn Arbeit auf Vertrauen beruhe.

Die Produktivität sei zum Teil sogar höher. Wenn Corona hoffentlich bald vorbei sei, werde man nicht einfach in die alte Welt zurückkehren: "Wir werden das Beste mitnehmen.“

Das Ranking

Umfrage von stern und Statista: Lindt & Sprüngli, BMW, Adidas und Co.: Das sind die besten Arbeitgeber Deutschlands

Und die Besten nach Sparten:

DIE METHODE - wie das Ranking ermittelt wurde

Hand aufs Herz: Würden Sie Ihren Arbeitgeber einer Freundin oder einem Freund empfehlen? Woran denkt man da: die Bezahlung, die Chefin, die Kollegen, das Betriebsklima. Es sind viele Dinge, die einem durch den Kopf schießen. Aber am Ende bündelt sich doch ­alles in einer Frage: Hopp oder top – können Sie Ihren Arbeitgeber weiterempfehlen?

Über 47.500 Arbeitnehmer haben darauf eine Antwort gegeben. Ihre Empfehlungen bilden die Grundlage für das große Ranking, das der stern hier zum zweiten Mal veröffentlicht. Aufgrund einer verbesserten Datenlage können 2021 die 650 besten Arbeitgeber Deutschlands gelistet werden. Den ersten Platz erreichte die Schokoladen-Firma Lindt& Sprüngli Deutschland (siehe Tabelle rechts).

Institut

Erstellt hat die Liste das renommierte Marktforschungsunternehmen Statista, das weltweit Statistiken erhebt und aufbereitet. Arbeitgeberstudien führt das Institut in acht Ländern durch. "Die Corona-Pandemie stellt die Unternehmen in Deutschland nicht nur vor große wirtschaftliche, sondern auch neue Heraus­forderungen als Arbeitgeber“, sagt Geschäftsführer Friedrich Schwandt, "mit unserer groß angelegten Befragung in Zusammenarbeit mit dem stern konnten wir in dieser außergewöhnlichen Zeit untersuchen, wie sich die neue Realität auf die Jobzufriedenheit auswirkt.“

Studie

Mehr als 47.500 Beschäftigte haben mittels hochwertiger Online-Access-Panels an der Befragung über das Internet teilgenommen: Sie wurden von professionellen Marktforschungsanbietern rekrutiert, was eine von den Arbeitgebern unabhängige Befragung ermöglichte.

Bewertet wurden die eigene Firma und weitere Unternehmen der Branche. Insgesamt konnten so 1,73 Millionen Urteile herangezogen werden. Der Fragebogen zur eigenen Firma umfasste mehr als 50 Themen, der entscheidende Punkt ist aber die Weiterempfehlung.

Beurteilt werden konnten alle Unternehmen mit mindestens 500 Beschäftigten in Deutschland. Im Vorfeld hatte Statista eine Liste von über 2600 größeren Arbeitgebern recherchiert und diese einer von 24 Branchen zugeordnet. Bewertet wurde jeweils die Arbeitgebermarke, mit der die Unternehmen öffentlich auftreten und um Mitarbeiter werben.

Die Befragten konnten auch Unternehmen aus ihrer Branche auswählen und dann bewerten. Trotz des großen Aufwands und hoher Sorgfalt erhebt das Ranking aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Medienbranche, zu der stern und Statista zählen, wurde aus Gründen der Neutralität nicht berücksichtigt. Die Befragung fand zwischen dem 17. Juni und 13. Juli 2020 statt.

Die Untersuchung lag damit zwischen der ersten und zweiten Corona-Welle. Die Beschäftigten konnten also das Krisen- management ihres Arbeitgebers bei der Bewertung berücksichtigen, aber hatten schon etwas Abstand zu den ersten Tagen des Lockdowns.

Ranking

Je Arbeitgeber mussten mindestens 100 Urteile abgegeben werden, um in die Wertung zu gelangen. Diese Hürde konnten auch einige bekannte Firmen nicht überspringen. Dass sie fehlen, bedeutet also nicht zwangsläufig, dass sie schlechte Arbeitgeber sind. Für knapp 1.400 Unternehmen konnte Statista am Ende ein Ergebnis ermitteln. Dabei zählten die Urteile der eigenen Mitarbeiter und der Branchenbeschäftigten je zur Hälfte.

Die Ergebnisse wurden in einen Score zwischen null und 100 umgerechnet. Dann wurden die Unternehmen entsprechend dem erreichten Wert sortiert. Am Anfang der Liste stehen Werte über 85, am Ende Werte von 25. Die Firma genau in der Mitte der Reihe ­erreichte einen Score von 65,8. In das Ranking wurden die 650 am höchsten bewerteten Unternehmen aufgenommen. Sie alle liegen klar über dem Durchschnitt und zählen ­somit zu den besten Arbeitgebern Deutschlands.

Um die Lesbarkeit zu erleichtern, sind die Ergebnisse in 24 Branchenlisten aufgeteilt. Der erreichte Gesamtplatz steht jeweils in der letzten Spalte. Die Gesamtzahl der aufgeführten Firmen ist größer als 650, weil einige Mischkonzerne in bis zu drei Branchen gelistet sind.

Transparenz

Die stern-Redaktion arbeitet nur mit Testpartnern mit hoher Expertise. Diese bringt Statista mit. Das unabhängige Marktforschungsinstitut ist für eine Vielzahl von Auftraggebern tätig. Die Neutralität der Datenerhebung und -analyse ist aber immer gewährleistet.

Kein Arbeitgeber konnte sich um die Teilnahme an der Befragung bewerben oder die Aufnahme in die Liste beeinflussen. Über den Fragebogen und das Be­wertungsschema hat die stern- Redaktion entschieden. Die Ausgezeichneten haben die Möglichkeit, für ihre Außendarstellung ein stern-Siegel zu erwerben. Genaue Informationen zu den Siegeln finden Sie unter www.stern.de/siegel.

Erschienen in stern 04/2021

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