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Folgen des Brexit Britische Bauern rebellieren gegen Importe von Billig-Lamm aus Australien

Wird das Freihandelskommen britische Bauern im Vereinigten Königreich gefährden?
Es wären die ersten Freihandelsverträge seit dem Brexit. Doch Bauernverbände befürchten eine Gefährdung der Schafszucht im Vereinigten Königreich. 
© Enjoylife2 / Getty Images
Nach dem Brexit verhandelt die Regierung in London neue Handelsabkommen. Eines davon sieht den zollfreien Import von Lamm aus Australien vor. Britische Bauen fürchten den "schleichenden Tod" ihrer Betriebe.

Ein Vorhaben der Regierung in Großbritannien, zollfreie Importe von Lamm- und Rindfleisch aus Australien und Neuseeland zuzulassen, empört Landwirte im Vereinigten Königreich. Der Plan ist Teil eines anvisierten Freihandelsabkommens.

Bauernverbände riefen die britische Außenhandelsministerin Liz Truss dazu auf, Landwirte in den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen zu schützen. Zudem wird befürchtet, dass das Vorhaben Unabhängigkeitsbestrebungen in Schottland und Wales fördern könne, den Kerngebieten der britischen Schafzucht. Die schottische Regierung sprach von einer "echten Gefahr" für die Landwirtschaft.

Abkommen als erste Freihandelsverträge nach dem Brexit

Die "Financial Times" berichtete, innerhalb der Regierung tobe ein erbitterter Streit. Der zuständige Umweltminister George Eustice mahnte am Dienstag im Sender Sky News, eine Balance sei nötig zwischen kommerziellen Interessen und dem Wunsch nach Freihandel.

Die geplanten Abkommen gelten als wichtiger Schritt - es wären die erste Freihandelsverträge, die die Regierung nach dem Brexit selbst ausgehandelt hat. Ministerin Truss will sie möglichst bis zum G7-Gipfel Mitte Juni in Cornwall, an dem auch der australische Regierungschef Scott Morrison als Gast teilnimmt, abschließen. Die bisher verkündeten bilateralen Abkommen sind letztlich nur Kopien der existierenden EU-Verträge.

Handel mit Australien wichtig für Großbritannien

Das Online-Portal "Politico" zitierte einen namentlich nicht genannten Truss-Verbündeten: "Wenn wir nicht einmal ein Abkommen mit Australien machen können (...), können wir gleich einpacken und den Laden schließen." Die Regierung erhofft sich von dem Australien-Deal über 15 Jahre ein Plus von bis zu 0,02 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Doch Landwirte fürchten einen "schleichenden Tod". "Es besteht ein sehr reales Risiko, dass die britische Landwirtschaft (...) irreversiblen Schaden erleidet, anstatt auf die von uns allen gewünschte Weise zu gedeihen", sagte Bauernverbandspräsidentin Minette Batters.

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stz DPA

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