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Brandgefahr Daimler muss 850.000 Fahrzeuge zurückrufen

Ein Mercedes-Stern auf der Kühlerhaube eines Mercedes mit Regentropfen
Von dem Rückruf sind die Mercedes-Modelle GLE, GLS, GLC sowie die G-, C-, E- und S-Klasse betroffen (Symbolbild)
© Wolfram Steinberg / Picture Alliance
Der Autokonzern Daimler hat seine Kunden über eine massive Rückrufaktion informiert. Weltweit könnten rund 850.000 Mercedes-Modelle eine defekte Kühlmittelpumpe aufweisen. Erste Reparaturen sind wohl ab Ende des Monats möglich.

Der deutsche Autobauer Daimler muss wegen technischer Probleme hunderttausende Fahrzeuge zurückrufen. Die Probleme gehen offenbar von einer undichten Kühlmittelpumpe aus. So könnte Kühlmittelflüssigkeit in die Abgasrückführung gelangen und zu erhöhten Temperaturen führen. Auch eine Brandgefahr könne nicht ausgeschlossen werden. Probleme mit der Kühlmittelpumpe hatten in der Vergangenheit bereits bei Mercedes' Konkurrenten BMW zu einer Rückrufaktion geführt.

Daimler-Dieselmodelle betroffen

Der Rückruf gilt laut einem Sprecher des Unternehmens für Modelle, die über einen vier- oder sechszylindrigen Dieselmotor angetrieben werden. Das gilt sowohl für Mercedes SUVs GLE, GLS, GLC und die G-Klasse sowie für C-, E- und S-Klasse. Laut Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg sind weltweit etwa 850.000 Autos der Baujahre 2017 bis 2021 vom Rückruf betroffen. In Deutschland sind rund 240.000 Fahrzeuge brandgefährdet und müssen in den nächsten Wochen in die Werkstatt. Die Zahl wurde von Seiten Daimlers bisher nicht bestätigt.

Mercedes hatte die betroffenen Kunden in den vergangenen Tagen bereits kontaktiert. Der Konzern kündigte an, dass ein Umschaltventils im Umfeld der Kühlmittelpumpe ausgetauscht werden muss. Zudem müsse ein Softwareupdate installiert werden. Der Tageszeitung "Bild" zufolge mangele es derzeit jedoch an Ersatzteilen, wodurch sich die Reparaturen um einige Zeit verzögern. Unmittelbar könnten keine Werkstatttermine vergeben werden.

Die ersten Reparaturen werden dann wohl erst Mitte oder Ende Januar erfolgen. Bis dahin fordert Mercedes seine Kunden auf, dass betroffene Fahrzeuge "besonders umsichtig gefahren werden und die Nutzung auf das erforderliche Minimum beschränkt werden".

Quellen:Tagesschau, Handelsblatt

jus

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