VG-Wort Pixel

"Die Boss" Hilfsorganisation in Afrika: "Es ist wichtig, dass wir nicht kommen und meinen, wir wissen es besser"

Susanne Fotiadis, Vorständin für Marketing und Kommunikation bei der Welthungerhilfe
Susanne Fotiadis, Vorständin für Marketing und Kommunikation bei der Welthungerhilfe
© Christoph Papsch / Welthungerhilfe
Gemeinsam mit der Welthungerhilfe startet der stern ein Langzeitprojekt in Kenia. Im Podcast "Die Boss" spricht Simone Menne mit Susanne Fotiadis aus dem Vorstand der NGO über Karriere und den Kampf gegen den Hunger.

Hören Sie den Podcast hier oder direkt bei Audio NowSpotify, iTunes, Youtube und weiteren Podcast-Anbietern.

Es ist ein einzigartiges Projekt, das vor wenigen Wochen gestartet ist: Drei Jahre lang werden der stern und die Welthungerhilfe gemeinsam mit den Menschen eines Dorfs in Kenia nach Lösungen gegen den Hunger suchen, immer in enger Zusammenarbeit mit Gründerinnen und Gründern der jungen Start-up-Szene in Nairobi. "Kinakoni - ein Dorf gegen den Hunger", heißt die Aktion, die Anlass für eine Sonderfolge des stern-Podcasts "Die Boss" gibt. Gastgeberin Simone Menne spricht darin mit Susanne Fotiadis aus dem Vorstand der Welthungerhilfe über Kinakoni – und auch über die Besonderheiten einer Karriere in einer NGO (Non-Governmental Organisation).

"Jeder spürt jeden Tag, dass seine Arbeit einen Beitrag zu etwas Großem oder etwas Wichtigem leistet. Dieses Wissen ist unglaublich motivierend", sagt Fotiadis über ihren Job-Alltag. Sie hat selbst jahrelang in der Konsumgüterindustrie gearbeitet, bevor sie sich ganz bewusst entschied, in einen Beruf mit sozialem Fokus zu wechseln. "Eine NGO zieht auch andere Leute an. Sie finden hier nicht oft Menschen mit einem ausgeprägten Ego. Das finde ich sehr angenehm", erzählt sie. Simone Menne spricht Fotiadis, die bei der Welthungerhilfe für Marketing und Kommunikation verantwortlich ist, auch auf das oft kritisierte gängige Image von Hilfsorganisationen an: Weiße werden als Retter, Schwarze als zu Rettende dargestellt. White Saviourism nennt sich die Kritik an diesem Machtverhältnis.

Arbeit in Afrika: "Augenhöhe ist für mich ganz wichtig"

"Die Klimakrise ist hauptsächlich vom globalen Norden verursacht worden und leiden muss der globale Süden viel, viel mehr. Es gibt einfach eine Ungerechtigkeit in der Welt und von daher ist Hilfe an der Stelle glaube ich durchaus gerechtfertigt. Aber eben auf Augenhöhe und das ist für mich total wichtig, dass wir nicht kommen und meinen, wir wissen es besser", sagt Susanne Fotiadis dazu. Welchen Karriere-Tipp sie gern weitergibt und warum sie es besonders Frauen empfiehlt, in einer NGO zu arbeiten, darüber spricht sie mit Simone Menne außerdem in dieser Podcast-Folge.

"Die Boss": Hilfsorganisation in Afrika: "Es ist wichtig, dass wir nicht kommen und meinen, wir wissen es besser"

In "Die Boss – Macht ist weiblich" sprechen Spitzenfrauen unter sich: Gastgeberin und Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne (unter anderem BMW, Deutsche Post DHL, Henkel) trifft  Chefinnen aus allen Gesellschaftsbereichen, um mit ihnen über ihr Leben und ihre Karrieren zu reden. "Die Boss" erscheint vierzehntäglich immer mittwochs auf stern.de und dem Youtube-Kanal des stern  sowie auf Audio Now und allen gängigen Podcast-Plattformen. Alle Infos zum Projekt der stern-Stiftung und der Welthungerhilfe finden Sie hier.

Diese Folge ist zuerst am 22.11. 2021 erschienen

Mehr zum Thema

Newsticker