Energiekrise Die Fehler von Uniper und Co. kosten alle viel Geld – nur die Manager nicht

Einer der wichtigsten Mitschuldigen für die Misere: Der Ex-Vorstandschef von Eon, Johannes Teyssen, heute Verwaltungsratspräsident des Schweizer Energiekonzerns Alpiq
Einer der wichtigsten Mitschuldigen für die Misere: Der Ex-Vorstandschef von Eon, Johannes Teyssen, heute Verwaltungsratspräsident des Schweizer Energiekonzerns Alpiq
Die deutschen Strom- und Gaskonzerne haben sich in den letzten 25 Jahren oft verzockt. Die Verstaatlichung von Uniper geht nicht allein auf Putins Konto. Mitschuldig an der Misere sind auch viele Manager – doch die haben teilweise bereits neue lukrative Jobs gefunden.
Bernd Ziesemer

Erst neun Milliarden Euro, dann weitere vier Milliarden Euro und jetzt die Verstaatlichung. Die Staatshilfen für den angeschlagenen Energiekonzern Uniper erreichen ungekannte Dimensionen. Kein Zweifel: Die Hauptschuld für die Misere trägt nicht das Unternehmen, sondern der Mann im Kreml, der Erdgas als politische Waffe einsetzt. Doch als armes Opfer sollte man Uniper nicht hinstellen. Uniper-Chef Klaus-Dieter Maubach wollte bis zum Tag des Überfalls auf die Ukraine nicht glauben, dass ihm Gazprom den Hahn abdrehen könnte. Der frühere Eon-Vorstand muss sich geopolitische Blindheit vorhalten lassen und den Verstoß gegen die oberste Pflicht eines Managers: die Risiken immer im Blick zu behalten.


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