FBI-Aktion Devisenhändler unter Betrugsverdacht


Beamte des FBI haben in New York und anderen Städten mehrere Dutzend Mitarbeiter verschiedener Finanzunternehmen wegen Verdachts auf Devisenbetrug festgenommen. Von mindestens 47 Verhaftungen ist die Rede.

Die amerikanische Bundespolizei FBI hat mehrere Dutzend Devisenhändler in New York und anderen Städten verhaftet. Ihnen wird laut unbestätigten Berichten Betrug und Geldwäsche in Millionenhöhe vorgeworfen. Bei der koordinierten Razzia am Dienstag ging es um die Verhaftung von Verdächtigen in einem großen Fall von Wirtschaftskriminalität, wie Regierungskreise der Nachrichtenagentur AP bestätigten.

Anleger seien von Devisenhändlern mit fiktiven Geschäften betrogen worden. Das Volumen dieser Geschäfte belaufe sich auf mehrere Millionen Dollar. Ein FBI-Sprecher wollte sich nicht zum Hintergrund der Verhaftungen äußern. Die New Yorker Staatsanwaltschaft verwies auf eine geplante Pressekonferenz.

Mindestens 47 Personen verhaftet

Das 'Wall Street Journal' berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, Angestellte von mehr als einem Dutzend Devisenhandelsfirmen seien des Betrugs und der Geldwäsche angeklagt. Mindestens 47 Personen seien verhaftet worden. Unter den Beschuldigten befänden sich auch Angestellte der Großbanken J.P. Morgan Chase und UBS. Sie hätten Devisenhandelsgeschäfte zum Nachteil ihrer Banken mit anderen Finanzfirmen abgewickelt und im Gegenzug Provisionen erhalten. Am Hauptsitz der UBS in Zürich wollte man am Mittwoch zunächst keine Stellungnahme abgeben. Dem Vernehmen nach ist ein Angestellter der UBS unter den Festgenommenen.

Die Razzien des FBI betrafen Firmen in Manhattan, aber auch in anderen Städten an der Ostküste der USA. Die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete, mindestens zehn Personen seien im New Yorker World Financial Center abgeführt worden. "Es geht um Devisenbetrug, Wertpapierbetrug", sagte einer der Beamten. "Die Ermittlungen haben vor längerer Zeit begonnen."

Im weltweiten Devisenhandel werden täglich mehr als eine Billion Dollar umgesetzt. Der Markt ist wenig reguliert.


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