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Euro Disney: Flaue Konjunktur schadet Disney-Vergnügungspark

Die Krise der Tourismusbranche und die wochenlangen Rentenstreiks in Frankreich haben das Pariser Mickey-Maus-Imperium noch tiefer in die roten Zahlen getrieben.

Die Krise der Tourismusbranche und die wochenlangen Rentenstreiks in Frankreich haben das Pariser Mickey-Maus-Imperium noch tiefer in die roten Zahlen getrieben. Die Zahl der Besucher in den Disneyland-Freizeitparks vor den Toren der französischen Hauptstadt ging im vergangenen Geschäftsjahr um 5,3 Prozent auf 12,4 Millionen zurück, der Gesamtumsatz von Euro Disney sank um 2,1 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro.

Nettoverlust um 37 Prozent gewachsen

Unter Strich wuchs der Nettoverlust im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr um 37 Prozent auf 45,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag berichtete. Firmenchef Andre Lacroix sagte, das Ergebnis spiegele das besonders schwierige Jahr 2003 für die Tourismusindustrie wider. Disney Resort Paris habe als Reiseziel Nummer eins in Europa die Folgen zu spüren bekommen. Im nächsten Jahr will der europäische Disney-Ableger mit einer neuen Marketingstrategie gegensteuern.

Nur Golfplatz legte zu

Neben den beiden Freizeitparks gehört zu Euro Disney auch ein Hotelkomplex mit 5.800 Zimmern, zwei Kongresszentren und einem Golfplatz. Dessen Umsatz stieg leicht um 1,2 Prozent, der der Freizeitparks ging um 3,1 Prozent zurück. Wegen einer Bilanzumstellung beläuft sich der ausgewiesene Nettoverlust sogar auf 56 Millionen Euro, bei einer mit dem Geschäftsjahr 2002 vergleichbaren Methode liegt er bei 45,4 Millionen Euro.

DPA