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Euro-Schuldenkrise Bundesregierung hat "volles Vertrauen" in Italien


Die Bundesregierung hat heute Befürchtungen über ein Übergreifen der Schuldenkrise zurückgewiesen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, seines Wissens nach werde Italien kein Thema beim Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel sein.

Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben "volles Vertrauen" in Italien, dass es seine Schulden in den Griff bekommt. Deutschland vertraue darauf, dass Italien "die notwendigen klaren Entscheidungen für einen Sparhaushalt treffen wird", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. "Deswegen sind darüber hinausgehende Spekulationen unangebracht." Derzeit wachsen Befürchtungen, dass auch Italien in die Schuldenkrise hineingerissen werden könnte. Die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen hatten vergangene Woche neue Höchststände erreicht. Zudem stürzten am Freitag die Aktien an der Mailänder Börse ab.

Treffen der Finanzminister

Am Montagnachmittag kommen in Brüssel die Euro-Finanzminister zusammen. Zuvor sollte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy wichtige Vertreter der Euro-Zone treffen. Dabei sei Italien seines Wissens nicht Thema, sagte Seibert. Es gehe vielmehr darum, das zweite Hilfspaket für Griechenland zu beraten. Bei der Euro-Gruppe stehen aber auch immer die wirtschaftliche Lage und die Entwicklungen an den Finanzmärkten in der Euro-Zone auf der Tagesordnung. Somit dürfte dort auch die Lage Italiens zur Sprache kommen.

hw/AFP AFP

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