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Geldvermögen auf Rekordhoch Deutsche werden immer reicher


Das Geldvermögen der Deutschen ist auf einen neuen Höchstwert geklettert. Zum Ende des ersten Quartals betrug es 4,825 Billionen Euro - 40 Milliarden mehr als zu Jahresbeginn.

Die Deutschen vermehren Ihr Geld erfolgreich. Wegen kräftiger Zuwächse bei Bankeinlagen, Wertpapieren und Ansprüchen gegenüber Versicherungen hatten die deutschen Privathaushalte am Ende des ersten Quartals ein Geldvermögen von 4,825 Billionen Euro, wie die Deutsche Bundesbank am Freitag in Frankfurt bekannt gab. Das sind 40 Milliarden Euro (0,8 Prozent) mehr als Ende 2010 und 203 Milliarden Euro (4,4 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Sachwerte wie Immobilien sind in der Statistik nicht enthalten.

Damit setzt sich ein Trend fort: Mit Ausnahme einiger krisenbedingter Dellen häufen die Deutschen stetig mehr Geldvermögen an. Anfang 1991 hatte das Geldvermögen der privaten Haushalte noch einen Wert von revidiert 1,815 Billionen Euro, Anfang 2001 waren es 3,487 Billionen Euro.

Spareinlagen und Bundesanleihen gefragt

Die Bankeinlagen einschließlich Bargeld nahmen laut Bundesbank netto um knapp 8 Milliarden Euro zu. Dabei führten insbesondere die gestiegenen Zinsen für weniger liquide Einlagen zu einer Umschichtung weg von täglich fälligen Einlagen. Daher gingen die Sichteinlagen zurück, während Spareinlagen stark zulegten. Die Ansprüche gegenüber Versicherungen nahmen mit plus 23 Milliarden Euro netto erneut spürbar zu.

Von Januar bis März bildeten die Haushalte neues Geldvermögen im Wert von beinahe 50 Milliarden Euro. Die Notenbank erklärte diese Entwicklung vor allem mit der starken Wirtschaftsleistung, die zu einer spürbaren Zunahme der verfügbaren Einkommen geführt habe. Mit 10 Milliarden Euro fraßen Kursverluste bei bereits zuvor gehaltenen Wertpapieren allerdings einen Teil der Zuwächse auf.

Die wachsende Unsicherheit etwa über die Kreditwürdigkeit einiger Euro-Länder bewegte die Menschen dazu, ihr Geld vermehrt in festverzinslichen Wertpapieren anzulegen. Diese verzeichneten im Berichtsquartal Nettozuflüsse von 2,7 Milliarden Euro. Hiervon profitierten vor allem längerfristige Bundesanleihen.

Für netto 2 Milliarden Euro wurden zudem Aktien gekauft. Dies führt die Bundesbank auf die inländische Konjunkturerholung und das verbesserte Geschäftsklima im ersten Quartal zurück. Seither kam der Aufschwung allerdings fast zum Erliegen, und die Kurse an den Aktienmärkten brachen ein.

Weniger Schulden

Die privaten Haushalte bauten in den ersten drei Monaten des Jahres zudem ihren Schuldenberg geringfügig ab. Per Saldo wurden nach den Angaben Kredite von knapp 4 Milliarden Euro getilgt. Damit summierten sich die Schulden bei Banken und Versicherungen zum Quartalsende auf 1,534 Billionen Euro. Das Nettogeldvermögen stieg entsprechend auf 3,291 Billionen Euro.

joe/DPA DPA

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