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"Finanztest" Kostenlose Girokonten – wie Sie unnötige Gebühren vermeiden

Bargeldloses Zahlen hat durch die Corona-APnedmie nochmal einen Schub erhalten
Bargeldloses Zahlen hat durch die Corona-Pandemie nochmal einen Schub erhalten.
© Daniel Karmann/DPA / Picture Alliance
Die Stiftung Warentest hat Girokonten getestet und warnt vor unnötigen Gebühren – zum Beispiel bei der Kartenzahlung. Es gibt genug günstige und sogar kostenlose Konten.

Das Bezahlen mit Karte ist aufgrund der Corona-Pandemie in vielen Restaurants und Geschäften derzeit gerne gesehen, oft weisen sogar Schilder darauf hin. Und viele Kunden haben sich tatsächlich umgestellt: Jeder Vierte verzichtet bewusst auf Barzahlungen, ergab eine repräsentative Umfrage des Bankenverbands im April. Laut einer YouGov-Umfrage vom Juli zahlt sogar mehr als jeder dritte Verbraucher seltener bar, um das Ansteckungsrisiko zu mindern.

Dabei sollten Bankkunden aber aufpassen, dass sie nicht unnötig draufzahlen, warnt die Zeitschrift "Finanztest" in einem aktuellen Test von Girokonten. Denn längst nicht bei allen Banken ist das Bezahlen mit der Girokarte kostenlos. Bei 55 von 294 getesteten Kontomodellen wird für jede Kartenzahlung eine Gebühr fällig. Besonders teuer: Drei Anbieter im Test – die Bremische Volksbank, Kassler Sparkasse und Salzlandsparkasse – berechnen bei ihren Klassik-Konten 50 Cent für jede Zahlung.

20 Girokonten sind kostenlos

Das muss nicht sein. Denn es gibt genug günstige Konten, bei denen nicht nur die Zahlung mit Girocard kostenlos ist, sondern auch sonst wenig Kosten anfallen. Ein Modellkunde, der seine Bankgeschäfte online erledigt und ab und an mit Karte zahlt, sollte nicht mehr als 60 Euro Gebühren im Jahr zahlen, schreibt "Finanztest". In der Rechnung enthalten sind Kontoführungsgebühr, Girocard und Online-Überweisungen. Wer für diese Basics mehr zahlt – bei der Bremischen Volksbank sind es fast 250 Euro im Jahr –, sollte sich über einen Wechsel Gedanken machen: Denn 91 Konten im Test bleiben unter der 60-Euro-Marke.

20 Girokonten sind komplett kostenlos, darunter sogar einige von Banken mit eigenen Filialen. Manche Institute verknüpfen das kostenlose Angebot mit der Bedingung, dass auch das monatliche Gehalt auf dieses Konto geht. 

Alle Kosten im Blick haben

Die Kosten für eine Kreditkarte kommen meist noch hinzu. Wer mit Kreditkarte im Internet einkauft, im Urlaub einen Mietwagen leihen oder im Ausland Geld abheben will, sollte die Kosten für die Kreditkarte mit einkalkulieren.

Gleiches gilt für alle weiteren Gebühren, die den Kunden potenziell treffen können. Gebühren können nicht nur bei der Kartenzahlung anfallen, sondern natürlich auch beim Bargeldabheben. Teuer werden mittlerweile oft auch Kontoauszüge aus Papier oder Papierüberweisungen. Sogar der telefonische Service kann mit ärgerlichen Kosten verbunden sein.

Wer das Gefühl hat, zu viele Gebühren zu bezahlen, der sollte sich laut "Finanztest" von seiner Bank eine Entgeltaufstellung für das letzte Jahr schicken lassen. Diese Übersicht müssen Banken einmal im Jahr kostenlos zur Verfügung stellen und der Kunde kann nachschauen, was für ihn das Konto teuer macht.

Den kompletten Girokontotest gibt es kostenpflichtig auf www.test.deHier geht es zum Girokonto Vergleich von STERN.de.


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