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LATEINAMERIKA: Tango-Effekt: Überschuldung mal Kapitalflucht gleich Finanzcrash

Geteiltes Leid ist halbes Leid. In Argentinien ist fast so etwas wie Erleichterung zu spüren über die Ausbreitung der eigenen Wirtschafts-Malaise auf die Nachbarländer.

Dass jetzt auch Uruguay die Banken angesichts verunsicherter Sparer vorübergehend zusperren musste und selbst der Gigant Brasilien taumelt, lässt das eigene Los leichter erscheinen. Zentralbankchef Aldo Pignanelli sah das ruinierte Land am Rio de la Plata wegen vermeintlicher Stabilität schon in »Feierlaune«. Allerdings handelt es sich vor allem um die Stabilität eines voll gelaufenen Kahns, der auf Grund liegt.

Das Schlimmste hinter sich

Während die Mercosur-Partner Uruguay, Brasilien und Paraguay jetzt erst so richtig auf die schiefe Bahn geraten, hat Argentinien einen Crash schon hinter sich. Die Horrorzahlen und -fakten einer zusammenbrechenden Volkswirtschaft: Beschlagnahme der Devisen- und Peso-Konten, Zerstörung des Vertrauens der Bürger in das Bankensystem, Abbruch der Hilfen durch den Internationalen Währungsfonds (IWF), mit knapp 150 Milliarden Dollar Verbindlichkeiten völlig überschuldet, internationale Zahlungsunfähigkeit, Peso-Abwertung seit Januar um fast 75 Prozent, 30 Prozent Inflation, mehr als 50 Prozent Armut, Hunger und Mangelernährung im Land der Steaks und des Weizens, 30 Prozent Arbeitslosigkeit und ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bis Jahresende um geschätzte 16 Prozent und mit 6600 Basispunkten das höchste Länderrisiko weltweit.

Rückgang der Importe

Dass seit Januar im Außenhandel ein Überschuss von 8,175 Milliarden Dollar erwirtschaftet wurde, lag hingegen nur am Rückgang der Importe um 63 Prozent. Auch der seit mehr als zwei Monaten mit etwa 3,50 Peso je Dollar stabile Wert der Landeswährung ist nur mit Hilfe der langsam dahin schmelzenden Devisenreserven der Zentralbank möglich geworden. Während der IWF die Stärkung der Unabhängigkeit der Zentralbank und einen Abbau der immensen Schulden verlangt, gerät die Wirtschaft wie die der Nachbarstaaten durch den harten Sparkurs der Regierungen immer tiefer in die Krise. In der Bevölkerung wächst der Unmut über die Korruption, den Neo-Liberalismus und die Tatenlosigkeit der Regierung.

Italien klagt, Spanien hilft

Unterdessen bereiten italienische Inhaber argentinischer Staatsanleihen Klagen zur Beschlagnahme öffentlichen argentinischen Eigentums vor. Spanien hingegen gewährt einen Kredit über 100 Millionen Euro für »Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität von besonders armen Bevölkerungsteilen«.

Auch Chile stolpert...

Während Uruguay, dass stark von Fluchtkapital und Touristen aus Argentinien abhängt, am Abgrund entlang Richtung Zahlungunfähig wandert, gerät nun auch langsam das als stabil geltende Chile in den Abwärtssog. Der IWF warnte am Mittwoch in Washington, das Land stehe wirtschaftlich nicht so gut da, wie bisher angenommen. Das BIP werde höchsten noch um 2,6 Prozent zunehmen und die Arbeitslosigkeit sei auf neun Prozent angestiegen.

...und Venezuela

Auch Venezuela unter dem Linkspopulisten Hugo Chavez ist trotz der Erdölvorräte nicht ungeschoren davongekommen. Das BIP fiel im ersten Quartal im Zuge eines strengen, im Februar bekannt gegebenen Sparprogramms der Regierung im Umfang von acht Milliarden Dollar, um 4,2 Prozent. Das Land kämpft zudem mit einer ungewöhnlich hohen Inflation von 12,8 Prozent. Die Freigabe des Wechselkurses des Bolivar führte seit Februar zu einer Abwertung von mehr als 20 Prozent. Die monatliche Teuerung sprang von 0,9 Prozent im Januar auf 4,2 Prozent im März. Die Arbeitslosenquote liegt offiziell bei 15 Prozent, aber die Gewerkschaften sprechen von »mindestens 20 Prozent«.

Hoffnung für Mexiko

Nur Mexiko hebt sich wirtschaftlich positiv von seinen südlichen Nachbarn ab. Nach einer leichten Rezession 2001 soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr wieder um 1,8 Prozent wachsen. Wegen der engen Verflechtung mit den USA, mit denen Mexiko seit 1994 über das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) verbunden ist und mit denen das Land mehr als 80 Prozent seines Außenhandels abwickelt, vollzieht die mexikanische Volkswirtschaft stets die Auf- und Abschwünge der US-Konjunktur nach und orientiert sich weniger an Südamerika. .

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(