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Medien: In der Musikindustrie werden die Karten neu gemischt

Fast alle großen Musikkonzerne der Welt stehen vor einschneidenden Veränderungen: während Bronfman und Saban nach Time Warner greifen und sich EMI zurückzieht, gibt es gute Nachrichten für Bertelsmann und Sony.

In der Musikindustrie werden zur Zeit die Karten neu gemischt. Fast alle großen Musikkonzerne der Welt stehen vor einschneidenden Veränderungen. Und dabei geht es so spektakulär und so überraschend zu, wie es in einer Branche wohl angemessen ist, die von Stars und Sternchen lebt, vom One-Hit-Wonder ebenso wie vom Comeback alternder Stars.

Warner Music vor Besitzerwechsel

Die jüngste Entwicklung: der US-Milliardär und ProSieben/Sat.1-Eigentümer Haim Saban und der frühere Chef von Universal Music, Edgar Bronfman Jr., wollen zusammen mit einer Investorengruppe den viertgrößten Musikanbieter der Welt, die Musiksparte von Time Warner, übernehmen. Der britische Musikkonzern EMI, der noch in der vorigen Woche selbst ein Milliarden schweres Kaufangebot für Warner Music vorgelegt hatte, zog sich am Montag zurück.

Saban spielt wohl nur Nebenrolle

In Deutschland ist vor allem Saban bekannt, seit er sich nach monatelangem Verhandlungspoker die Perlen aus dem zusammengebrochenen Kirch-Imperium sicherte. Auch die Musikbranche ist ihm nicht fremd, legte er doch mit der Vermarktung der Titelmelodie zur US-Serie "Dallas" den Grundstein zu seinem Vermögen. Doch spielt er im neusten Deal wohl nur eine Nebenrolle. Im Zentrum steht Edgar Bronfman Jr., der das Bieterbündnis geschmiedet haben soll.

Bronfmans ewige Libe zum Showbiz

Bronfman, Erbe eines Milliardenvermögens, hat seit langem eine Liebe zum Showbiz entwickelt. Er schrieb Lieder unter anderem für Celine Dion und Dionne Warwick und produzierte Filme. Den Familienkonzern Seagram baute er von einem Mischkonzern um zum Medienunternehmen und sicherte sich dabei unter anderem die Kontrolle über den weltgrößten Musikkonzern Universal.

Fast das Familienvermögen verzockt

Doch endete der Ausflug in die Medienwelt im Fiasko, als Bronfman Seagram in eine Fusion mit dem französischen Konzern Vivendi einbrachte und sich mit Aktien des französischen Unternehmens bezahlen ließ, nur um dann beobachten zu müssen, wie das Unternehmen knapp am Zusammenbruch vorbei schlitterte. Ein großer Teil des Familienvermögens löste sich in Luft auf.

Bisher nur fünf Global Players

Nun ist Bronfman offenbar zurück im Milliardenspiel um den internationalen Musikmarkt, der weltweit von nur fünf Konzernen beherrscht wird: Universal Music, Sony Music, EMI, Warner Music und der Bertelsmann Music Group (BMG). Alle fünf Konzerne leiden in den letzten Jahren unter dramatischen Umsatzeinbrüchen durch Raubkopien und kostenlose Internettauschbörsen und suchen deshalb nach Möglichkeiten zu Fusionen. Doch wurden bisher alle Versuche von den Kartellbehörden in den USA und Europa ausgebremst.

Kaum Einwände der Kartellbehörden

Bronfman profitiert bei seinem Angebot davon, dass er - im Gegensatz zu EMI - bei einer Übernahme nicht mit Kartellproblemen zu rechnen hat - das Geschäft also vergleichsweise problemlos über die Bühne gehen kann. Ob das Geschäft, wenn es denn letztlich wirklich zu Stande kommt, für ihn auch ein Erfolg wird, ist so schwer vorauszusehen, wie die Erfolgsaussichten eines neuen Albums. Letztlich ist es eine Wette auf die Zukunft der Musikindustrie: gelingt es der Branche die Einbrüche durch Raubkopien und Internet-Tauschbörsen zu stoppen und selbst im World Wide Web neue erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln. Oder geht ihr Siechtum weiter.

EMI könnte nun selbst Übernahmeziel werden

Ein Nutznießer der jüngsten Entwicklung könnte aber auch der deutsche Bertelsmann-Konzern sein. Da die Fusionspläne von EMI und Warner nun erst einmal zu den Akten gelegt sind, könnten die Kartellwächter geneigt sein, die Verschmelzung von Sony Music und BMG durchzuwinken, wird in der Branche spekuliert. Für EMI bringt dagegen auch der Rückzug aus dem Bietergefecht keine Ruhe. Schon gibt es in London Gerüchte, der britische Musikkonzern könne jetzt selbst zum Übernahmeziel einer anderen Investorengruppe werden.

Erich Reimann / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.