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Star-DJ: Deshalb findet David Guetta Raubkopien super

David Guetta ist einer der Top-DJs der Welt. In einem Interview mit der "BBC" ließ er sich nun zu überraschenden Aussagen hinreißen: Seinen Erfolg verdankt er Raubkopien.

David Guetta bei seinem Auftritt auf dem The New Look Wireless Festival in London

David Guetta bei seinem Auftritt auf dem The New Look Wireless Festival in London

David Guetta ist einer der erfolgreichsten Musiker der Welt. Seine Hits ("Titanium", "Turn Me On") laufen in fast jedem angesagten Club der Welt und machten den französischen Top-DJ zum Multimillionär. In einem Interview mit dem britischen Sender "BBC" erklärte David Guetta nun, dass auch Raubkopien für seinen Erfolg verantwortlich seien. Sie hätten seinem Geschäft nie geschadet, im Gegenteil.

"Du kannst den Fortschritt nicht bekämpfen"

"Ich will, dass die Leute Zugang zu meiner Musik haben", sagte der DJ. "Wenn es keine Piraterie gäbe, wie hätte ich jeden Tag ein Konzert in Brasilien mit 20.000 Zuschauern voll machen können? Weil wir viele Platten im Laden verkaufen? Natürlich nicht."

Selbstverständlich würde er es besser finden, wenn niemand Musik illegal herunterladen würde. "Ich wünschte, jeder Mensch, der meine Musik hört, würde mir einen kleinen Scheck schicken. Das würde mich zu einem sehr reichen Mann machen", erzählt er in dem "BBC"-Interview. "Das wäre wundervoll. Aber das ist unmöglich. Du kannst den Fortschritt nicht bekämpfen, also nimmst du ihn an."

David Guetta arbeitet mit zahlreichen Stars zusammen, darunter Nicky Minaj, Rihanna, Usher, Timbaland und Snoop Dogg. Mit seiner Musik gewann er zwei Grammys, seine Einnahmen werden auf 40 Millionen Euro geschätzt. Den Großteil soll er mit Konzerten verdient haben.

David Guetta stellt sich gegen Musikbranche

Mit seinen Aussagen stellt sich Guetta gegen den Großteil der Musikbranche, die Raubkopierer sonst mit allen Mitteln bekämpft. Andere Musiker - etwa Prince , Taylor Swift oder Herbert Grönemeyer - wettern selbst gegen den Großteil der legalen Streaming-Dienste, da die Einnahmen dort zu gering seien.

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