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Hochwasser-Katastrophe Von Bauer Willi bis zum Discounter – ob mit eigenem Einsatz oder zehn Millionen Euro, Hilfe ist unterwegs

Zwei Männer fahren mit einem Traktor durch eine überflutete Straße in Ophoven
Zwei Männer fahren mit einem Traktor durch eine überflutete Straße in Ophoven, einem Stadtteil von Wassenberg (Kreis Heinsberg)
© Thomas Banneyer / Picture Alliance
Fünf Tage nach den ersten Überflutungen herrscht in manchen Regionen Deutschlands noch immer Chaos. Doch dann tauchten plötzlich Bauern auf und finanzielle Zusagen von Großspendern.

Nach den Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben die Wassermassen am Wochenende auch Sachsen und Bayern getroffen. Überflutete Straßen, Erdrutsche, evakuierte Häuser zeigen die Katastrophenlage in den betroffenen Bundesländern, Tote und vermisste Menschen zeugen von dem Leid der Familien. Deutschland hat Wetterlagen wie die der letzten Tage selten erlebt. Dennoch gibt es nach wie vor Stimmen, die nicht glauben, dass die Unwetter-Katastrophe ein Resultat des Klimawandels sein, das sei eben "Wetter", liest man in den Kommentaren in den sozialen Medien. 

Andere haben den Ernst der Situation erkannt, fragen nicht nach den Ursachen, sondern machen sich auf den Weg, um zu helfen. Jeder so, wie er kann. Während Profis wie Feuerwehr und THW aufgrund beschädigter Straßen und Brücken an manchen Orten nicht an ihre Einsatzorte gelangen konnten, postete zum Beispiel Bauer Willi ein Video seiner Landwirtschaftskollegen, das am Freitag aufgenommen worden ist. Die Bauern aus dem Westerwald hatten sich auf ihre Trecker und Radlader geschwungen und waren in die Regionen gefahren, die Hilfe brauchten und brauchen.

Am Sonntag berichtete die "Lebensmittel-Zeitung" von einer großzügigen Spende: Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe habe am Wochenende ihre Hilfszusagen für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen deutlich erhöht. Wem das nichts sagt: Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel Lidl und Kaufland. 10 Mio. Euro sollen den Betroffenen als Soforthilfe zur Verfügung gestellt werden.

Hilfsangebote von vielen Seiten

Hands on zeigte sich der Heimwerker-Tempel Obi bereits am Freitagnachmittag: Auf Facebook postete die Baumarktkette: "An alle Hilfsorganisationen in den Regionen des Hochwasserunglücks: Wenn ihr Schaufeln, Besen, Pumpen und Equipment benötigt, meldet euch bitte sofort bei eurem nächstgelegenen OBI Markt. Wir werden versuchen, euch bestmöglich kostenlos mit allem auszustatten, was ihr für euren Einsatz vor Ort benötigt. Bitte TEILT diesen Post, damit wir möglichst viele Hilfsorganisationen erreichen!"

Auch die Stiftung stern sammelt Spenden, um Betroffenen zu helfen. Das eingehende Geld wird an ausgewählte Hilfsorganisationen weitergeleitet. Jeder Betrag hilft. Die Bankverbindung lautet Stiftung stern e.V. – IBAN DE90 2007 0000 0469 9500 01 – Stichwort "Hochwasser 2021", www.stiftungstern.de. DANKE!

Quellen:Facebook Bauer Willi, "Lebensmittel-Zeitung", Facebook Obi


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