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WERBUNGSKOSTEN: Fiskus an Sprachkurs-Kosten beteiligen

Wird aus dem Wunsch nach beruflicher Veränderung heraus ein Sprachkurs belegt, muss das Finanzamt die Ausgaben dafür künftig als Werbungskosten anerkennen.

Eine dem Kurs vorangegangene Bewerbung auf eine höherwertige Position, für welche die Sprachkenntnisse notwendig sind, muss nicht mehr vorliegen. Das hat der Bundesfinanzhof in Änderung seiner bisherigen Rechtsprechung entschieden, teilt das Institut für Wirtschaftspublizistik in Würzburg mit (Az.: VI R 46/01). Allerdings muss nach wie vor ein konkreter Zusammenhang zwischen Sprachkurs und Beruf gegeben sein. Das ist dem BFH zufolge schon dann der Fall, wenn für eine angestrebte berufliche Tätigkeit Grundkenntnisse in einer Fremdsprache erforderlich sind.

Fiskus muss Spendenbescheinigung anerkennen

Auch beim steuerlichen Abzug von Spenden als Sonderausgabe sind dem Finanzamt nun enge Grenzen gesetzt: Die schriftliche Bestätigung einer Körperschaft wie etwa eines gemeinnützigen Vereins garantiert, dass es sich bei einem als Spende bezeichneten Betrag tatsächlich um eine Spende handelt. Der Fiskus muss diese Zuwendungsbestätigung, die früher Spendenbescheinigung hieß, anerkennen (Az.: XI R 30/01).

Zweifel nicht erlaubt

Das Finanzamt darf demnach die Bestätigung nicht anzweifeln, wenn es der Meinung ist, dass nicht, wie bescheinigt, eine echte Spende vorliegt, sondern ein Beitrag für eine Gegenleistung. Das gilt allerdings nicht, wenn der Spender die Bestätigung durch unlautere Mittel oder Falschangaben erwirkt hat. Stellt eine Körperschaft falsche Bestätigungen aus, etwa indem Beträge zu Unrecht als Spenden bestätigt werden, haften die Verantwortlichen für den Steuerschaden.

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