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Dienstrad-Privileg: So bezahlen Chef und Finanzamt Ihr neues Fahrrad

Steuern sparen und Fahrrad fahren? Das klingt gut. Wir erklären, wie es funktioniert, in welchen Fällen es sich lohnt und wann nicht.

Wegen des hohen Preises lohnt sich das Leasing von Diensträdern besonders bei Pedelecs.

Wegen des hohen Preises lohnt sich das Leasing von Diensträdern besonders bei Pedelecs.

Heute gelten die Regeln für die Dienstwagen auch für Fahrräder. Also kann ein Arbeitnehmer ein Dienstfahrrad bekommen, und den Fiskus bezahlen lassen. Steuern sparen macht immer Spaß. Aber wie geht das genau?

Dienstrad - das Steuermodell

Normalerweise so: Die Firma schafft das Rad an - meistens im Leasing inklusive eines Wartungsvertrages und einer Versicherung. Sie überlässt es Ihnen als Angestellten und Sie dürfen das Rad auch privat nutzen. Die private Nutzung gilt als sogenannter geldwerter Vorteil und muss mit einem Prozent des Listenpreises im Monat versteuert werden. Kostet das Rad 2500 Euro, werden monatlich 25 Euro fällig, aufs Jahr gesehen werden 300 Euro versteuert. Diese 300 Euro addieren sich zu Ihrem Einkommen hinzu und werden entsprechend veranschlagt. Das Rad kostet einen Arbeitnehmer deshalb geschätzt etwa 130 Euro netto im Jahr. Das ist wenig Geld, so viel muss man schon für den Wechsel von Radmänteln und Schläuchen kalkulieren.

Welches Rad darf es sein?

Über das Modell entscheidet letztlich der Chef. Aber anders als beim Dienstwagen dürfte es keine umfangreichen Regelwerke zur korrekten Auswahl geben, sondern nur einen maximalen Betrag. Auch ein Pedelec mit Stromantrieb ist möglich. Doch verkehrssicher muss das Rad sein. Ein Bike, das nicht der StVZO entspricht, sollte die Firma nicht zur Verfügung stellen. Ein Problem für Radliebhaber: Sehr teure Rennräder und Mountainbikes sind als Liebhaberfahrzeuge eigentlich tabu.

So lohnt sich das Dienstrad für Arbeitnehmer

In drei Jahren muss der Arbeitnehmer für sein 2500-Euro-Dienstrad etwa 400 Euro mehr an Steuern und Sozialbeiträgen bezahlen. Nach Auslaufen des Vertrages kann er das Rad für zehn Prozent des Neupreises übernehmen. Insgesamt hat er dann nur 650 Euro für ein Rad bezahlt, welches 2500 Euro gekostet hätte - Wartung und Versicherung gab es drei Jahre lang noch dazu. Ein klug gewähltes Modell, ein Marken-Pedelec ist nach drei Jahren immer noch 1000 Euro wert.

Also: Ein Top-Angebot. Auch bei normalen Rädern würde die Rechnung ähnlich ausfallen. Fragt sich nur, ob sich der Aufwand lohnt, um ein Bike der 500-Euro-Klasse noch günstiger zu bekommen.

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Top-Angebot oder Milchmädchenrechnung?

Das Angebot rechnet sich, da sollte man zuschlagen. Aber nur unter einer Bedingung: Nämlich dann, wenn Sie zwischen Dienstrad und "Nichts" wählen können. Das ist etwa dann der Fall, wenn die Firma ein ökologisches Image anstrebt. Firmen wie Lease-a-Bike, eine Tochter von Derby Cycle, wollen dann auch vorrangig Firmen von dem grünen Projekt überzeugen. Für Sie als Arbeitnehmer gilt nämlich: Wenn Sie die Wahl haben zwischen Lohnerhöhung in Höhe der Kosten oder einem Dienstvehikel, ob mit oder ohne Motor, sollten Sie stets das Geld wählen. Auf lange Sicht ist das die sichere Wahl, weil man die Gehaltsanpassung nicht wieder zurücknehmen kann.

Bezalung durch Gehaltsumwandlung

Kommt der Chef nicht selbst auf die Idee, die Mitarbeiter mit Fahrrädern zu beglücken, können Sie in Eigeninitiative das Leasing-Modell wählen. Die Firmenkosten werden dann direkt von Ihrem Arbeitnehmerbrutto abgezogen. Auch dann ergibt sich eine Ersparnis gegenüber dem privaten Kauf, allerdings fällt sie deutlich geringer aus. Wer privat keinen Wert auf einen Wartungsvertrag und eine Versicherung legt und auch bereit wäre, sein Rad im Angebot und nicht zum Listenpreis zu kaufen, für den dürfte sich das Dienstrad kaum noch lohnen.

Zum Nachdenken: Leasing, voll bezahlt aus einer Gehaltsumwandlung, hätten Sie im Prinzip schon immer mit einem Dienstwagen machen können. Weil es sich nicht wirklich lohnt, wird diese Variante bei Autos kaum nachgefragt.

Rechtliche Grauzonen

Es kommt immer mal wieder vor, dass das Finanzamt bei einer Prüfung Zweifel an einem Dienstwagen anmeldet. Das kann passieren, wenn es sich um Liebhaberfahrzeuge handelt oder aber das Auto in gar keinem dienstlichen Zusammenhang benutzt wird. Im Prinzip kann dieses Problem auch auf den Dienstfahrrad-Radler zukommen: Wenn Sie den Fiskus melken wollen, um sich ein neues Triathlonrad anzuschaffen und Sie dabei gar keine dienstlichen Außeneinsätze haben, müssen sie damit rechnen, dass das clevere Steuersparmodell bei einer Prüfung durchfällt.

Auch scheint die Restwertberechnung steuerlich gewagt. Nach drei Jahren übernimmt man zum Beispiel ein Pedelec für nur 250 Euro, obwohl es 2500 Euro gekostet hat und gebraucht sicherlich noch 1000 Euro wert ist. Das sieht doch irgendwie nach missbräuchlicher Gestaltung aus. 

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