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Handel: Lidl stoppt Kanada-Expansion

Weil dem Lidl-Manangement derzeit das Risiko zu hoch ist, hat Deutschlands zweitgrößter Discounter seine für dieses Jahr geplante Expansion nach Kanada gestoppt. Die dortige Konkurrenz von Wal-Mart und anderen gilt als zu groß.

Deutschlands zweitgrößter Discounter Lidl hat seine für dieses Jahr geplante Expansion nach Kanada vorerst gestoppt. Angeblich ist dem Lidl-Management das Risiko derzeit zu hoch: Die Konkurrenz der dort etablierten Konkurrenten Wal-Mart, Sobeys oder Loblaws wird als zu stark eingeschätzt. Ganz beerdigt werde der Sprung nach Übersee aber nicht. Das Projekt sei auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden, war am Dienstag aus Branchenkreisen zu hören.

Keine Stellungnahme

Der bereits in 15 europäischen Ländern präsente Discounter wollte etwa 200 Filialen in Kanada eröffnen. Inzwischen haben einheimische Einzelhandelsunternehmen jedoch mit eigenen Vertriebslinien den Discountmarkt abgedeckt. Auf Anfrage wollte die Lidl Stiftung & Co. KG in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) das vorläufige Aus für Kanada nicht kommentieren. Im Internet sucht Lidl zwar offiziell noch Führungskräfte für Kanada, allerdings wurde die Akquise von geeigneten Immobilien bereits beendet.

Beispiellose Expansion - in Europa

Der große Aldi-Rivale Lidl erzielt in Europa mit dem inzwischen dichtesten Filialnetz aller Discounter einen geschätzten Jahresumsatz von mehr als 20 Milliarden Euro. In einem beispiellosen Expansionstempo sind seit 1973 in Deutschland, seit 1988 europaweit etwa 5.000 Filialen entstanden.

Nach Schweden kommt Ungarn

Zuletzt wurde Schweden als 15. Land in die Lidl-Gruppe aufgenommen, im Frühjahr sollen in Ungarn die ersten Outlets eröffnet werden. Mittelfristig will das Unternehmen auch in Asien, Mittelamerika und Australien Fuß fassen. Davor soll aber die Expansion in ganz Osteuropa, der Türkei, im Baltikum, Dänemark und Norwegen abgeschlossen werden. (Internet: Lidl: www.lidl.de)

DPA
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