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"Finanztest": Diese Karte zeigt, wo Immobilien noch erschwinglich sind

Die Preise für Wohneigentum steigen in den Großstädten wesentlich stärke als die Mieten. "Finanztest" hat Daten für 115 Städte und Kreise ausgewertet.

Der Traum vom Eigenheim wird für viele Großstädter zunehmend unerschwinglich. Denn der Preisboom in begehrten Städten ist nach wie vor ungebrochen. Das zeigen aktuelle Daten, die der Verband deutscher Pfandbriefbanken für die Zeitschrift " " ausgewertet hat. Die Preise für Eigentum steigen in den Metropolen demnach deutlich stärker als die Mieten.

Zum Beispiel in , wo der Immobilienirrsinn scheinbar keine Grenzen kennt: Obwohl die Preise für Wohnungen in der bayerischen Landeshauptstadt bereits in den vergangenen Jahren explodiert sind, stiegen sie 2017 noch einmal um 9,6 Prozent. Die Mieten stiegen im gleichen Zeitraum lediglich um 4,9 Prozent. Noch krasser ging die Schere in Stuttgart auf, wo die Mieten 2017 ebenfalls um 4,9 Prozent stiegen, die Kaufpreise aber um 12,4 Prozent. In Berlin wurden Eigentumswohnungen sogar um 15,6 Prozent teurer, die Mieten stiegen "nur" um 7,6 Prozent.

Die Deutschlandkarte von "Finanztest" zeigt, in welchen Regionen die Preise für Eigentumswohnungen besonders hoch sind - und wo es nach wie vor günstig ist. Detaillierte Daten zu 115 Städten und Kreisen für verschiedene Lagen und Ausstattungen gibt es kostenpflichtig auf www.test.de 

Alte Faustformeln über Bord geworfen 

Blickt man ein paar Jahre zurück, wird das ganze Ausmaß der Preissteigerungen deutlich. Seit 2010 haben sich die in Berlin mehr als verdoppelt. In Frankfurt, Hamburg und München stiegen sie seit 2011 um mehr als 50 Prozent. Aber auch in Augsburg, Bremen, Düsseldorf, Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wiesbaden waren es seit 2011 mehr als 40 Prozent.

Der enorme Preisanstieg der Kaufpreise bedeutet: Mit der alten Faustformel, nach der man für eine Immobilie nicht mehr als das 20-Fache der Jahresmiete zahlen sollte, die sich mit dem Objekt erzielen ließe, kommt man vielerorts nicht mehr hin. In , Hamburg, München, aber auch in kleineren Städten wie Regensburg oder Heidelberg gehen Wohnungen derzeit teilweise für das 30-Fache der Jahresmiete weg, schreibt "Finanztest". Die Immobilienexperten der Stiftung Warentest warnen allerdings: "Müssen Sie mehr als das 25-Fache der Jahresmiete zahlen, rechnet sich die Immobilie nur, wenn ihr Wert künftig weiter steigt. Mehr als das 30-Fache sollten Sie auch in Großstädten nicht akzeptieren."

Mehr zum Thema Immobilienkauf sowie detaillierte Daten zu 115 Städten und Kreien gibt es kostenpflichtig bei www.test.de 

bak