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Kosten und Extras "Finanztest": Mit diesen Krankenkassen können Sie Hunderte Euro im Jahr sparen

Krankenkassen im Finanztest
Welche Krankenkasse ist die richtige? Stiftung Warentest hat Kosten und Leistungen verglichen.
© stockfotos-mg / Picture Alliance
Eine Krankenversicherung muss nicht teuer sein, das zeigt ein Vergleich von Stiftung Warentest. Wer aber Wert auf Zusatzleistungen wie Zahnreinigung und Kinderwunschbehandlung legt, sollte sich das Kleingedruckte genau ansehen. 

Die Zeiten waren schon einmal rosiger. Ob Lebensmittel oder Energiekosten – beinahe überall steigen die Preise und das Portemonnaie ist schneller leer. Umso wichtiger ist es, genau hinzusehen, welche Kosten regelmäßig anfallen und an welchen gedreht werden kann. Einer dieser Posten sind die Krankenkassenbeiträge. Wählt man die richtige Kasse, lässt sich viel Geld sparen. Welche Kassen sich lohnen, hat "Finanztest" in einem aktuellen Vergleich aufgedröselt.

Die gute Nachricht: Von den mehr als 70 gesetzlichen Krankenkassen im Check haben nur zwei zum Juli dem Preis erhöht und sind teurer geworden. "Finanztest" vermutet, dass zum Jahreswechsel weitere Anbieter folgen werden. Erhöht haben die BKK Euregio und die Debeka BKK. Obschon bei der BKK Euregio statt 14,95 Prozent nun 15,44 Prozent fällig werden, gehört die Kasse noch immer zu den günstigsten fünf. Bei den bundesweit agierenden Kassen hat nach wie vor die hkk mit 15,29 Prozent die Nase vorn.

Kasse                                                         

Beitrag (%)

BKK Pfaff*

15,00

BKK Faber-Castell*

15,25

hkk

15,29

AOK Sachsen-Anhalt*

15,40

BKK EUregio*

15,44

* regional eingeschränkt; Quelle: Finanztest

Mit einem Wechsel der Krankenkasse Hunderte Euro sparen

Auch wenn die Unterschiede auf den ersten Blick klein wirken, können mit einem Wechsel rund 160 Euro im Jahr gespart werden. Das Rechenbeispiel von "Finanztest" geht von einem Bruttoeinkommen von 3000 Euro im Monat aus und einem Wechsel von einem teuren Beitragssatz in Höhe von 16,20 Prozent auf einen günstigen in Höhe von 15,29 Prozent. Bei freiwillig versicherten Selbstständigen liege die Ersparnis gar bei 320 Euro. Und bei Gutverdienern, also solchen, die mehr als 4837,50 Euro brutto im Monat verdienen, liegt die Ersparnis ebenfalls bei nahezu 300 Euro.

Es ist aber nicht der Beitragssatz allein, der bei der Auswahl der Krankenkasse Gewicht haben sollte. Denn auch die von den Kassen angebotenen Zusatzleistungen können sich rechnen. Das beginnt bei der Kostenübernahme der beliebten Zahnreinigungen. Während die eine Kasse zwei Zahnreinigungen im Jahr mit jeweils bis zu 500 Euro bezuschusst, gibt's bei der günstigsten Kasse, der BKK Pfaff nur einmal im Jahr bis zu 50 Euro und die hkk bezuschusst Zahnreinigungen überhaupt nicht.

Auch die Beteiligungen an den sehr kostenintensiven Kinderwunschbehandlungen sind für viele Kund:innen ein wichtiges Kriterium. Sind bestimmte Voraussetzungen erfüllt, müssen die Krankenkassen die Hälfte der Kosten übernehmen. Weitere Zuschüsse für künstliche Befruchtung sind möglich, 11 von 71 Kassen im Test zahlen allerdings gar nichts, 19 nur eingeschränkt. 

Einen Überblick über Krankenkassenbeiträge, die wichtigsten Leistungen und Services sowie alle Informationen zum Wechsel der Kasse können Sie gegen Gebühr auf test.de nachlesen.


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