Arbeitslosenstatistik Sonne scheint über dem Arbeitsmarkt


Frühlingsgefühle auf dem Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen ist unter die magische Grenze von vier Millionen gesunken. Und Arbeitsminister Müntefering verspricht, dass sich dieser positive Trend fortsetzen wird.

Die Zahl der Arbeitslosen ist wieder unter vier Millionen gesunken. Im April ging die Arbeitslosenzahl auf 3,967 Millionen zurück, teilte Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) mit. "Das wird sich in diesem Jahr fortsetzen. Die Wachstumsprognosen und Arbeitsmarktentwicklung zeigen einen klaren Trend: Die Arbeitslosigkeit sinkt." Die Bundesagentur für Arbeit gibt erst am Mittwoch in Nürnberg die Zahlen für April bekannt.

Müntefering wies darauf hin, dass 2005 die Arbeitslosenzahl um diese Jahreszeit mit 5,05 Millionen um rund 1,1 Millionen höher war. Offene Stellen habe es damals 420 000 gegeben, heute seien es rund 920 000. Bei den unter 25-Jährigen sanken die Arbeitslosenzahlen von 555 000 auf rund 400 000.

"Die Arbeitsmarktreform zeigt gute Wirkung. Konjunktur und gute Vermittlung führen zum Erfolg. Es gibt gute Gründe, Mut zu machen. Aber es gibt keinen Grund, es sich bequem zu machen", sagte Müntefering.

Nachfrage nach Arbeitskräften steigt auf Höchststand

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat im April erneut einen Höchststand erreicht. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA) kletterte auf 201 von 196 Punkten im März. "Damit ist der Bedarf an Arbeitskräften aktuell doppelt so groß wie im Durchschnitt des Referenzjahres 2004", teilte die BA mit. In den kommenden Monaten dürfte sich der anhaltend hohe Bedarf der Unternehmen an Mitarbeitern in einem weiteren Beschäftigungsaufbau niederschlagen.

Basis für die Berechnung des seit Januar monatlich erscheinenden Stellenindexes ist die durchschnittliche Nachfrage nach Arbeitskräften im Jahr 2004. Seit Januar 2005 ist das rückwirkend berechnete Barometer mit einer Ausnahme jeden Monat gestiegen. In den Index fließen bei der BA gemeldete freie Stellen ein, die nicht gefördert werden. Hinzu kommen Jobangebote für Freiberufler und Selbstständige, gemeldete Stellen von privaten Arbeitsvermittlern sowie von der BA im Internet angebotene Stellen. Berücksichtigt werden auch Angebote, die Unternehmen im Internet veröffentlichen.

DPA/Reuters DPA Reuters

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