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Befristete Arbeitsverträge Von der Leyen will Ausbau von Kurzzeit-Jobs forcieren


Schon jetzt ist fast jeder zweite Arbeitsvertrag befristet. Doch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen reicht das offenbar nicht. Sie will die Liberalisierung im Arbeitsmarkt vorantreiben und Kurzzeit-Jobs weiter ausbauen.

Trotz der stark zunehmenden Zahl von Kurzzeit-Jobs will die Bundesregierung die Liberalisierung des Arbeitsmarktes weiter vorantreiben. Laut einem Bericht der Zeitungen der "WAZ"-Gruppe feilt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) an einem Gesetz, um die Befristung von Arbeitsverträgen zu erleichtern. Mehr Beschäftigte müssten dann damit rechnen, keinen unbefristeten Vertrag mehr zu erhalten, sondern Jobs mit Zeitbegrenzung auf beispielsweise zwei Jahre.

Dem Bericht zufolge will das Arbeitsministerium den Gesetzentwurf voraussichtlich im Mai an den Bundestag schicken. Union und FDP wollen demnach den Unternehmen mehr Möglichkeiten geben, Arbeitsverträge zeitlich zu begrenzen, ohne dafür eine juristisch überprüfbare Begründung liefern zu müssen. Derzeit ist die Befristung ohne Begründung stark reglementiert; in vielen Fällen müssen die Firmen konkrete Argumente anführen, wenn sie die Vertragsdauer für eine Stelle begrenzen wollen, wie es in dem Bericht heißt.

Jede zweite Neueinstellung befristet

Bereits heute werden immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland nur noch befristet neu eingestellt. Fast jeder zweite Vertrag ist bei neuen Jobs inzwischen zeitlich begrenzt. Der Anteil sei von 32 Prozent im Jahr 2001 auf 47 Prozent im ersten Halbjahr 2009 gestiegen, erklärte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Mittwoch. Besonders davon betroffen sind junge Arbeitnehmer.

APN APN

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