BERLIN Gentechnik zum Mitmachen


Dieses Wochenende wird das Niveau gehoben. Statt üblicher Kneipenphilosophie lockt die Lange Nacht der Wissenschaften.

Der enorme Andrang ist ein alljährliches Phänomen. Da harren Menschen in endlosen Schlangen vor Ausstellungen aus, die sie eigentlich fast täglich und auch weitaus entspannter besuchen könnten. Man munkelt, gerade dies würde den Reiz der Langen Nacht der Museen ausmachen. Wie auch immer - jedenfalls bedienen sich seit letztem Jahr nicht nur Museen dieses Phänomens. Auch die Berliner Universitäten und Forschungseinrichtungen legen seit letztem Jahr eine Nachtschicht ein.

Die Lange Nacht der Wissenschaft am 15. Juni gibt endlich Antwort auf alle unsere Fragen. Warum sind Hummeln vom Aussterben bedroht, wie kommen Meteorologen zu einer Wettervorhersage oder warum ordnen Supermärkte ihre Produkte auf eine bestimmte Art und Weise in den Regalen? Außerdem wollen die Forscher Vorurteile abbauen. So lockt das Klinikum Buch in Berlin Pankow mit dem Gläsernen Labor. Gentechnik zum Mitmachen heißt die Veranstaltung.

Auch die Berliner Universitäten mischen mit. Der Fachbereich Rechtswissenschaften der Freien Universität Berlin gibt sich gesprächsbereit. Bei der Langen Nacht der Diplomaten wird eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates simuliert. Thematisch hat man sich einiges vorgenommen - auf der Tagesordnung steht der Nahe Osten. Den haben auch die Archäologen fokussiert. Sie berichten über ein Forschungsprojekt in Syrien.

Insgesamt präsentieren siebzig wissenschaftliche Einrichtungen in Berlin und Potsdam das wissenschaftliche Potenzial der Region. Alle Ziele sollen bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zusätzlich eingerichteten Bus-Shuttles zu erreichen sein. (ad)

Die Lange Nacht der Wissenschaften 2002

Vom 15. Juni, 17 Uhr, bis 16. Juni, 1 Uhr

Tickets im Vorverkauf 10 Euro (ermäßigt 6 Euro)

Info-Hotline: 030 - 28 09 27 65


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