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Berufswahl: Raus aus dem Schneckenhaus

Beim Thema Berufswahl verkriechen sich viele junge Menschen in ihr Schneckenhaus. Verständlich, aber nicht clever.

Zuhause machen die Eltern immer wieder Druck, in der Schule hebt der Lehrer mahnend den Zeigefinger. Denn die Frage steht im Raum: „Was willst Du denn nun nach der Schule beruflich machen?“ Und gerade diese ist unheimlich wichtig, die Antwort allerdings oft vage.

Angesichts des Themas Berufswahl machen allerdings viele junge Menschen "dicht" und verkriechen sich in ihr Schneckenhaus. Verständlich, aber nicht clever. Denn es gibt eine Möglichkeit, wie Schüler sich orientieren und ganz bewusst die Weichen für ihren beruflichen Weg stellen können: Eignungstests.

Und wer eine Richtung kennt, fragt sich oft; "Passt mein Traum-Job auch zu mir?" Das ist ein weiteres Thema, das junge Menschen häufig beschäftigt. Wer Berufsorientierungstests macht, bekommt meist die Antwort auf diese Frage und kann seine Zukunft besser planen.

Die Tests werten meistens konkrete Berufsvorschläge aus, die optimal zu den Interessen und Fähigkeiten des Testteilnehmers passen. Und wenn solche Informationen nicht von den Eltern, sondern von einer neutralen Instanz kommen, sind sie für junge Leute akzeptabler.

Aussagekräftige Profile imponieren Arbeitgeber

Mehr als akzeptabel war das Ergebnis für die Gymnasiastin Julia Kern. Sie hatte sich überlegt, dass sie gerne Pädagogik und Kunst im Beruf verbinden würde. "Ich wusste aber nicht wie. Im Test-Gutachten wurde mir dann empfohlen, Diplom-Kunsttherapeutin zu werden. Dieses Studium kannte ich vorher nicht, aber jetzt habe ich mich informiert und bin ganz begeistert."

Berufsbilder verschwinden, neue kommen hinzu – diesen Aspekt haben die Berufswahl-Experten des geva-instituts immer im Visier, sie aktualisieren den Eignungstest Berufswahl laufend. Das Instrument beinhaltet verschiedene Bausteine, darunter einen Leistungsteil, etwa mit Fragen zum logischen und sprachlichen Verständnis, und eine Analyse der Schlüsselqualifikationen. So entsteht ein aussagekräftiges Profil, das vielen Arbeitgebern imponiert. Denn es zeigt, dass sich der Teilnehmer ernsthaft mit sich selbst und seinen beruflichen Wünschen auseinandergesetzt hat. "Außerdem sind die Fragen eine super Vorbereitung für die Einstellungstests, die dann nach der Schule kommen", findet Rouven Bromberg, Realschüler aus Dortmund.

Auch die Kommunikation über das Profil ist wichtig

Seine Lehrerin Heike Luig hatte ihm geraten, an dem Test des geva-instituts teilzunehmen: "Er fördert die Eigeninitiative von Schülern beim Thema Berufswahl, und das finde ich klasse." Sie war aber auch für ihn da, als er das Ergebnis in den Händen hielt. Denn auch die Kommunikation über das Profil ist wichtig, damit die Schüler entscheidende Botschaften, die darin enthalten sind, auch verarbeiten und umsetzen können. Das Institut erstellt auch eine Auswertung für die Schule, wie sie im Bundesvergleich dasteht. So erfahren die Lehrer mehr über die Stärken und Schwächen ihrer Schüler - und vor allem, in welchen Bereichen sie die jungen Menschen noch mehr fördern können.

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