Fiamma Rupp-Gembs Lehrerin in Guatemala


Für die Essenerin Fiamma Rupp-Gembs hatte das Auslandsjahr gleich handfeste Konsequenzen: Nach dem Aufenthalt in Guatemala gründete sie ihr eigenes Hilfsprojekt.

Name: Fiamma Rupp-Gembs
Alter: 26 Jahre
Heimatstadt: Essen
Organisation: Sichere Perspektiven - Secure Perspectives e.V. (Homepage)
Einsatzort: Quetzaltenango, Guatemala

Nach dem Abitur wollte ich Spanisch lernen und ging nach Guatemala. Dort hörte ich, dass an einer Schule Freiwillige gesucht werden. So wurde ich für ein paar Monate Hilfslehrerin. Vieles war provisorisch; ein Verschlag mit Löchern diente als Toilette, in einer Wellblechbaracke ohne Fenster und Strom wurde gekocht.

Impfaktionen gegen Hepatitis

Zurück in Deutschland ließ mich der Gedanke nicht los, den Menschen helfen zu wollen. Ich begann, Geld zu sammeln und Freunde für meine Idee zu begeistern. 2004 gründete ich die Hilfsorganisation Sichere Perspektiven - Secure Perspectives e.V. (SP). Seitdem arbeite ich mit meinem Team in ländlichen, indigenen Gemeinden im westlichen Hochland Guatemalas. Ich habe für mich selbst viele wertvolle Erfahrungen gesammelt - und bin duch die Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen reifer geworden.

Wir organisierten unter anderem Impfaktionen gegen Hepatitis und sind jetzt dabei, eine neue Schule zu bauen. Mittlerweile unterstützen uns Freiwillige aus aller Welt. Ich bin immer wieder gerührt, dass es auch gelungen ist, Anstoß zur Selbsthilfe zu geben: So erklärte mir ein sechsjähriger Junge voller Stolz, dass er unbedingt eine Toilette bauen wolle. Und die Schulkinder balgen sich darum, wer diese als Erster reinigen darf.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker