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F. Behrendt: Der Guru der Gelassenheit: Wenn 65 Kinder mit Jesus Segel setzen

Der Gottesdienst am Sonntag in der Kirche gehört nicht unbedingt zu den Lieblings-Events von Frank Behrendt. Viele Predigten sind ihm zu weit weg von den Themen der Zeit. Zur Einsegnung der 65 Kommunionkinder, zu denen auch seine jüngste Tochter gehörte, war er aber dabei - und begeistert.

Ein Segelschiff auf nächtlicher Fahrt

Ein Segelschiff auf nächtlicher Fahrt

Mein Vater diskutierte leidenschaftlich gerne. Besonders mit Pastoren. Ich erinnere mich an manche hitzige Auseinandersetzung mit dem Geistlichen unseres Wohnortes. Auch ich stand und stehe der Kirche durchaus kritisch gegenüber. Aber ich habe im Laufe der Jahre gelernt, dass es wie immer im Leben nicht nur eine Seite gibt. Jede Institution wird schließlich von Menschen ausgefüllt, mal besser, mal schlechter, mal traditionell, mal modern.

Ich persönlich mag es, wenn man Tradition und Fortschritt smart miteinander verbindet. Auch in der Kirche. Und so staunte ich nicht schlecht, als kürzlich in der Messe anlässlich der Vorstellung der Erstkommunionkinder ein ganz anderer Gottesdienst zelebriert wurde.

Neben dem Altar stand ein großes Segelschiff aus Holz, darunter das Motto "Segel setzen". Jedes Kind heftete während der Messe einen blauen Wimpel mit seinem Foto daran - 65 lachende Gesichter waren am Ende an Bord. Ein wunderbares Bild. Pfarrer Windt erklärte dazu fröhlich: "Die Kinder und wir alle gehen mit Jesus auf große Fahrt." Die liebevoll beklebten Kommunionskerzen der verschiedenen Gruppen wurden entzündet, dann sang die Gemeinde gemeinsam ein Kirchenlied der neueren Generation. Auch die Kinder schmetterten es begeistert aus vollem Hals mit: "Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden und neu beginnen, ganz neu, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns." Was für ein Text, was für eine Botschaft!

Meine Frau begleitet als Katechetin zusammen mit einer anderen Mutter auch eine Gruppe Kinder auf dem Weg zur Erstkommunion. Als sie mir erzählte, welches Lied sie unter anderen gemeinsam mit allen Gruppen singen möchte, war ich auch begeistert, denn diesen Song fand ich herausragend, seit ich ihn das allererste Mal hörte: "Wasser unterm Kiel" von Tim Linde. Der Hamburger Liedermacher hatte ihn einst zur Taufe seiner eigenen kleinen Tochter geschrieben und das Lied berührte seitdem zigtausend Menschen. Über 450.000 Mal wurde es inzwischen allein auf YouTube angehört.

Wenn ich den sentimentalen Klang der Mundharmonika zum Text voller Herz und Seele höre, bekomme ich immer eine Gänsehaut. Das wird garantiert auch im kommenden Frühjahr passieren, wenn dieses Lied zur feierlichen Kommunion von Holly in der Kirche erklingen wird. Vor allem bei diesen Zeilen: "Frei zu sein ist Deine Pflicht, eine andere hast Du nicht. Meine Kleine, mach was draus."

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.