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Führungsposition: Kaum Frauen im Chefsessel

Frauen arbeiten weltweit zwar so viel wie nie zuvor, sind bei Gehalt und Karrierechancen aber immer noch benachteiligt.

Frauen arbeiten weltweit zwar so viel wie nie zuvor, sind bei Gehalt und Karrierechancen aber immer noch benachteiligt. Der Weg zu Führungspositionen sei für weibliche Beschäftigte "langsam, uneben und manchmal entmutigend", heißt es in einem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der anlässlich des Weltfrauentages am 8. März in Genf vorgestellt wurde.

Von den weltweit 2,8 Milliarden Arbeitnehmern sind dem Bericht zufolge 1,1 Milliarden oder 40,5 Prozent Frauen, mehr als je zuvor von der ILO festgestellt. Unter den Beschäftigten, die trotz ihrer Arbeit arm sind, machten Frauen jedoch 60 Prozent aus. Und selbst in so genannten traditionellen Frauenberufen wie im schulischen oder pflegenden Bereich verdienten Frauen weniger als ihre männlichen Kollegen.

Je weiter oben in der Hierarchie, desto seltener finden sich Frauen

Während in ehemaligen Ostblockstaaten Frauen den Männern in Sachen Beschäftigung kaum nachstehen, seien im Nahen Osten, in Afrika und Teilen Asiens dagegen nicht einmal halb so viele Frauen berufstätig wie Männer. Von Arbeitslosigkeit waren Frauen im vergangenen Jahr in fast allen Staaten häufiger betroffen als Männer.

Der Anteil an Frauen in Führungspositionen sei in den Jahren 2000 bis 2002 nur um 0,7 Prozent angestiegen, kritisierte die ILO. Noch immer gelte: Je weiter oben in der Hierarchie, desto seltener finden sich Frauen.