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Umfrage: Die ideale Businessfrau

Männer haben umgedacht: Eine Befragung von Führungskräften über die idealen Qualifikationen von weiblichen Führungskräften zeigt, dass alte Vorbehalte ausgeräumt sind.

Die Männer haben umgedacht. In einer vom Forsa-Institut für VOGUE BUSINESS erstellten Befragung unter 100 hochkarätigen Führungskräften (51 Prozent Männer und 49 Prozent Frauen) im Alter zwischen 29 bis 60 Jahren zeigte sich, dass alte Vorbehalte offenkundig ausgeräumt sind: Dass sich Frauen etwa im Job zu sehr von Gefühlen leiten lassen, nannten 67 Prozent der befragten Männer ein Vorurteil. Und 76 Prozent der männlichen Teilnehmer halten es ebenfalls für ein Vorurteil, dass es Frauen im Job immer allen recht machen wollen. Und weit über die Hälfte der befragten Männer gab an, mit weiblichen Chefs durchwegs positive Erfahrungen gemacht zu haben.

In einem Punkt sind sich alle einig: Kinder und Karriere sind nicht kompatibel

Insgesamt betrachtet sind die Erwartungen der Männer an Managerinnen weit moderater als die der Frauen: Diese stellen in jeder Hinsicht geradezu erschreckend hohe Ansprüche an sich selbst - und halten hohe Belastbarkeit (100 Prozent), Durchsetzungsfähigkeit (100 Prozent), Leistung (100 Prozent), Führungskompetenz (98 Prozent) und Fachwissen (98 Prozent) als wesentliche Voraussetzungen, um Toppositionen zu erreichen. "Die Umfrage zeigt, dass Frauen nach wie vor davon ausgehen, dass sie zunächst einmal beweisen müssen, für Führungspositionen befähigt zu sein. Männer dagegen erobern sich eine Position und erwerben sich darin erst die nötigen Fähigkeiten", so Ulla Hildebrandt von VOGUE BUSINESS.

In einem Punkt sind sich die befragten Führungskräfte leider einig: Männer und Frauen stimmen mehrheitlich (67 Prozent) darin überein, dass Kinder und Karriere nicht kompatibel sind und der Nachwuchs den Weg nach oben eher erschwert. Dass soziale Kompetenz als eine der wichtigsten Führungsqualifikationen genannt wird (80 Prozent) und 79 Prozent aller Befragten meinen, dass Familienarbeit diese soziale Kompetenz trainiert, ändert an dieser Tatsache nichts.

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