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Rache an Ex-Mitarbeiter Chef zahlt Gehalt in 230 Kilogramm öligen Münzen und wird nun verklagt

US-amerikanische Ein-Cent-Münzen
Insgesamt 915.000 Ein-Cent-Münzen hatte Andreas Flaten vor der Tür liegen (Symbolbild)
© Darren415 / Getty Images
Sein letztes Gehalt nach der Kündigung bekam ein Mitarbeiter einer Autowerkstatt in öligen Cent-Münzen ausgezahlt. Es war nicht die einzige zweifelhafte Methode des Chefs, der nun rechtliche Konsequenzen zu fürchten hat.

Miles Walker ist ganz eindeutig ein Chef von jener Sorte, wie man ihn sich nicht wünscht. Walker gehört eine Werkstatt für Luxus-Autos in Peactree City im US-Bundesstaat Georgia. Und ein guter Umgang mit Mitarbeitern scheint nicht zu seinem Führungsstil zu gehören – erst recht nicht mit solchen, die kündigen. Das musste Andreas Flaten leidvoll erfahren.

Der 27-Jährige hatte im November seinen Job in der Werkstatt gekündigt. Das kam bei seinem Chef offenbar alles andere als gut an. Monatelang musste Flaten auf sein letztes Gehalt in Höhe von 915 US-Dollar warten. Schließlich wandte er sich mit einer Beschwerde an das Arbeitsministerium in Georgia. Das brachte Walker immerhin dazu, das Gehalt auszuzahlen – allerdings in einzelnen, öligen Cent-Stücken. Nun muss der Werkstattbetreiber juristische Konsequenzen befürchten. Er wird wegen Verstößen gegen das Arbeitsrechtgesetz angeklagt, teilte das Arbeitsministerium mit. 

Georgia: Chef einer Werkstatt bezahlte keine Überstunden

Die dreiste Auszahlung des letzten Gehalts an seinen Mitarbeiter ist dabei nur einer von mehrer Vorwürfen. Walker hatte Flaten nach dessen Angaben "etwa 228 Kilo in Pennies" vor die Haustür gekippt. Der Laster, der die Münzen abgeladen hatte, habe insgesamt sieben Stunden lang die Einfahrt zu Flatens Haus blockiert, heißt es in der Mitteilung des Arbeitsministeriums. Zudem hatte Walker seinem ehemaligen Mitarbeiter eine beleidigende Nachricht hinterlassen.

Doch Flaten war nicht der einzige Angestellte, der von seinem Chef mies behandelt wurde. Miles Walker wird außerdem vorgeworfen, seine Mitarbeiter nicht ordnungsgemäß bezahlt zu haben: Für Überstunden gebe es in der Werkstatt kein Geld, so das Arbeitsministerium im Bundesstaat Georgia, stattdessen bekämen die Mitarbeiter lediglich eine Art Flatrate – egal, wie lange sie tatsächlich in der Woche arbeiten. Darüber hinaus bemängelt das Arbeitsministerium auch die Buchhaltung des Werkstattbesitzers. Es seien "keine angemessenen und genauen Aufzeichnungen über die Arbeitszeit und die Bezahlung" der Mitarbeiter vorhanden.

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Für Andreas Flaten ist der Fall abgeschlossen: Er hatte seine Mühe, die 91.500 Münzen zu säubern, bis ihm eine auf Kleingeld spezialisierte Firma unter die Arme griff. Das Unternehmen holte die Cent-Münzen ab, rundete den Betrag auf 1000 Dollar auf und spendete die gleiche Summe noch einmal an einen guten Zweck.

Quellen: US Department of Labor / Coinstar

epp

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