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Konzernumbau Siemens will 11.000 Stellen streichen


Harte Einschnitte: Siemens will angeblich tausende Jobs streichen. Damit setzt der neue Konzernchaf Joe Kaeser seinen Umbaukurs fort - und fordert von den Angestellten neue Zusgeständnisse.

Der Siemens-Konerzn plant einem Medienbericht zufolge den Abbau von 11.600 Stellen. Dies habe Konzernchef Joe Kaeser in einer Webcast-Konferenz am Mittwoch gesagt, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Kosten sollen um rund eine Milliarde Euro gesenkt werden. Die Pläne hatten prompt Sorgen geweckt, dass sich die 360.000 Mitarbeiter nach zahlreichen Spar- und Sanierungsprogrammen der vergangenen Jahre erneut auf Einschnitte gefasst machen müssen.

Anfang Mai hatte Kaeser den großangelegten Konzernumbau angekündigt. So gehört die Struktur mit vier Sektoren ab Herbst der Vergangenheit an, Vorstand Michael Süß muss gehen und zwei weitere Top-Manager tauschen ihre Posten. Weitere Änderungen verfolgt das Unternehmen für die Medizintechnik: Das Geschäft für Hörgeräte will Siemens ausgliedern und an die Börse bringen. Der Rest der Sparte bleibt zwar im Konzern - soll aber von Oktober an eigenständig außerhalb der neun Divisionen geführt werden und damit unabhängig vom Organisationsaufbau des restlichen Konzerns. Damit soll das Geschäft, das inhaltlich ohnehin Überschneidungen mit den übrigen Feldern hatte, flexibler werden.

Seit der Bekanntgabe wurde über geplante Stellenstreichungen spekuliert. Experten zeigten sich sicher, dass nur so die Kosten um zusätzlich eine Milliarde Euro gedrückt werden können. Denn so viel soll die verschlankte Struktur sparen, da etwa das Personalwesen oder die Kommunikation dann zentraler aufgestellt werden können - und kosteneffizenter.

she/DPA/Reuters DPA Reuters

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