Krank durch Karriere Frauen in Führungspositionen schwer gestresst


Frauen gelingt nicht nur sehr selten der Sprung in Führungspositionen der Wirtschaft - dort angekommen, leiden die meisten auch erheblich unter Stress.

Jede zweite weibliche Führungskraft in Deutschland hat mit Symptomen wie Verspannungen, Kopfschmerzen, Migräne, Schlafstörungen, Nervosität oder Magen-Darm-Problemen zu kämpfen. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Europressedienst hervor, die der dpa am Sonntag in Bonn vorlag. Befragt wurden 1.500 Frauen in Führungspositionen.

Nach der Studie wirkt sich vor allem die tägliche Doppelbelastung durch Beruf und Familie negativ auf die Leistungsfähigkeit und Gesundheit von Frauen in führenden Positionen aus. Um den Stress abzubauen, hielten sich rund 53 Prozent mit Sport fit, rund ein Drittel der Befragten mache Spaziergänge. 30 Prozent griffen zu Schokolade und knapp 20 Prozent zu Kaffee und Zigaretten.

Rund 70 Prozent der Befragten litten vor allem unter Kopfschmerzen und Migräne. Um in der männerdominierten Arbeitswelt keine Schwäche zu zeigen, vermieden die meisten einen durch Krankheit bedingten Ausfall. Stattdessen griffen viele zu Medikamenten, um schnell wieder fit und arbeitsfähig zu sein. Eine wirkliche Auszeit nähmen sich nur rund 18 Prozent.

Obwohl Frauen rund 40 Prozent der Akademiker stellten, habe es nicht eine Frau in den Vorstand eines Dax-Unternehmens geschafft. In der gesamten deutschen Wirtschaft liege der Anteil von Frauen in den Führungsetagen unter 10 Prozent.


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