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Preisträger 2003: StartUp belohnt erfolgreiche Gründer

Der StartUp-Wettbewerb unterstützt Existenzgründer bei der Durchsetzung ihrer erfolgsversprechenden Geschäftsideen. Die Preisträger des diesjährigen StartUp-Wettbewerbes stehen fest.

Preisträger Baden-Württemberg

1. Platz


Der mit 10.000 Euro dotierte erste Platz ging nach Freiburg an die SorTech AG aus Freiburg, die ein neuartiges Transportkühlsystem entwickelt und produziert, das den Treibstoffverbrauch um 40 Prozent reduziert und damit auch die Betriebskosten deutlich senkt.

Kühlsysteme für LKWs verursachen hohe Verbrauchskosten. Das Unternehmen bringt ein neuartiges System auf den Markt, das verspricht, diese Kosten um rund 40 Prozent zu reduzieren. Technischer Kern der Innovation ist eine Sorptionswärmepumpe, die als Antriebsenergie die Abwärme des LKW-Motors nutzt. Sie arbeitet mit umweltfreundlichen und ungiftigen Betriebsstoffen, ist einfach herzustellen, kommt weitgehend ohne bewegliche Teile aus und verursacht entsprechend wenig Wartungsaufwand.

Bis Ende 2005 plant die AG die Schaffung von 60 Arbeitsplätzen und rund 300 Stellen bei Zulieferbetrieben.

2. Platz


Der zweite mit 7.500 Euro dotierte Platz ging an die Stuttgarter Firma efm-Systems GmbH, die mikrotechnische Bausteine und miniaturisierte Systeme für die Investitionsgüterindustrie entwickelt.

Das Unternehmen entwickelt und vertreibt mikrotechnische Bausteine und miniaturisierte Systeme für die Investitionsgüterindustrie. Kernidee ist die Entwicklung eines Baukastens für die Mikrosystemtechnik: Dieses sogenannte Match-X Kit besteht aus einer Reihe von Bausteinen, mit denen sich unterschiedlichste Systeme einfach und auch in kleinen Stückzahlen generieren lassen.

Bereits die ersten Entwicklungsschritte im Rahmen des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung wurden mit großem Interesse von der Industrie aufgenommen. Neben den drei Gründern beschäftigt das Unternehmen einen weiteren Entwickler und wird 2004 voraussichtlich zwei weitere Arbeitsplätze schaffen.

3. Platz


Karin Bückle, die eine neue Software für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater entwickelt hat, gewann den dritten mit 5.000 Euro dotierten Preis. Die Erstellung von konsolidierten Bilanzen großer Unternehmen ist ohne spezielle Software nicht mehr zu bewältigen. Die bestehenden Lösungen sind allerdings inzwischen sehr spezialisiert, kompliziert und damit auch sehr teuer geworden. Hier setzt der Verlag Ulmer Manuskripte mit seiner Konsolidierungssoftware IAS-Solution an: Ein Produkt, das in seiner Leistungsfähigkeit absolut vollwertig und für die Konzernkonsolidierung nach HGB, IAS und US-GAAP geeignet, dabei aber unkompliziert zu bedienen und relativ kostengünstig ist.

IAS-Solution ist als modulares System konzipiert, die einzelnen Bausteine können konzernindividuell kombiniert werden. Eines dieser Module ist speziell als Werkzeug für den Wirtschaftsprüfer entwickelt worden.

Für Ende 2003 ist die Gründung einer eigenen Software GmbH für IAS-Solution geplant.

Preisträger Bremen

1. Platz


Der erste Preis, dotiert mit 15.000 Euro, ging an die Firma Univention aus Bremen, die eine neue Software zur einfachen Implementierung, Pflege und Verwaltung komplexer Linux-basierter IT-Infrastrukturen und Arbeitsplatzumgebungen.

2. Platz


Der zweite Platz (10.000 Euro) ging an die blande GmbH aus Bremerhaven, ein auf das Krankenhaus ausgerichtetes Dienstleistungsunternehmen.

In der Medizin wird eine nichtentzündliche Wunde als blande bezeichnet. Die blande (clinic - consulting) GmbH erweitert diesen positiv besetzten medizinischen Begriff, indem sie ihn unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet.

Das e-clinic controlling der blande (clinic - consulting) GmbH richtet sich als externe Controllingdienstleistung zeitnah, individuell und direkt sowohl an die Leistungserbringer im Krankenhaus, an das interne Medizincontrolling, als auch an die Geschäftsführung.

Das Internet bildet die Infrastruktur für die Erstellung der Dienstleistungen. Darüber hinaus setzt die blande (clinic - consulting) GmbH neue und innovative Technologien ein, die in Zusammenarbeit mit ihrem Kooperationspartner, dem Bremerhavener Institut für Gesundheitstechnologien (BIGT) an der Hochschule Bremerhaven, entwickelt werden.

3. Platz


Der dritte Preis mit 5.000 Euro ging an die alcedo biotech GmbH aus Bremen. Basierend auf patentrechtlich geschützten und in einem kausalen Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen stehenden Genen bzw. Proteinen entwickelt das Unternehmen Wirkstoffe in verschiedenen Indikationen wie Krebs, Wundheilung und Knorpelregeneration.

Preisträger Hamburg

1. Platz


Der erste Platz in Hamburg ging an die Firma Indivumed, die eine weltweit einmalige Datenbank für die Krebsforschung aufbaut.

Bei Operationen bleibt den Ärzten oft nur wenig Zeit. Wenn sie einen Darmkrebspatienten operieren und ihm dabei eine Probe des kranken Gewebes entnehmen, muss es in wenigen Minuten eingefroren werden. Mittlerweile 270 Proben hat die Indivumed GmbH und ihr Gründer, Professor Dr. med. Hartmut Juhl, gesammelt und daraus eine in dieser Form einmalige Gewebedatenbank aufgebaut.

Mit ihrer Hilfe soll es gelingen, neue molekulare Behandlungsverfahren und damit auch eine maßgeschneiderte Therapie für Darmkrebspatienten zu entwickeln.

Preisträger Hessen-Thüringen

1. Platz


Der erste mit 15.000 Euro dotierte Preis ging an Monika Hermann, die Gründerin der VitraBio GmbH. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und die Produktion von porösen Glascarriern für Life Sciences und Medizin. Insbesondere im Bereich der Dentalanwendungen können poröse Glascarrier bedenkliche oder in der Kritik stehende Materialien wie Amalgam oder allergene Kunststoffe ersetzen. Dank verbesserter Lebensdauer und niedrigerer Kosten können dabei die Krankenkassen entlastet werden. Derzeit sind die Produkte des Unternehmens aus Sonneberg die einzigen porösen Glascarrier für Dentalcomposite am Markt.

2. Platz


Der zweite (10.000 Euro) Preis ging an die Gründer der JEN.Meditec GmbH aus Jena: Dr. Robert Moszner, Wolfgang Teuber und Yvonne Moszner aus Jena.

Die Firma entwickelt und fertigt Erzeugnisse der minimalinvasiven Herztherapie. Verschlussimplantate (Occluder) sowie vom Körper resorbierbare Shunts für die nahtfreie Bypassanlage sollen Kreislauf- und Herzfunktionen stabil halten.

3. Platz


Der dritte mit 5.000 Euro dotierte Preis ging an die SOS AG aus Kronberg. Fritz Weissgerber, Dr. Tom Tostmann und Sylvia Bohnhorst haben sich zum Ziel gesetzt, Menschen in allen Notsituationen des Lebens schneller und wirksamer zu helfen. Das einzigartige SOS-Zeichen (SOS-Rettungskreuz) soll zum Synonym für schnelle Rettung werden.

Preisträger Ostdeutscher Sparkassen- und Giroverband

Landessieger Sachsen


Landessiegerin in Sachsen ist die Firma euroderm GmbH aus Leipzig, die in zwei Geschäftsfeldern aktiv ist: Zum einen stellt sie verschiedene Präparate zur Behandlung von chronischen Wunden her, das sogenannte Eurokinin. Eurokinin wird mit dem täglichen Verbandswechsel auf die Wunde aufgetragen. Mit einer ambulanten Therapie kann eine (beschleunigte) Abheilung erreicht und damit die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessert werden. Zum anderen entwickelt die GmbH menschliche Oberhaut für Industrie (Chemie, Pharmazie und Kosmetik). Diese in der Zellkultur erzeugte Haut kann schon jetzt Tierversuche ersetzen. Künftig sollen mit ihr auch die allergieauslösenden Eigenschaften von Chemikalien oder Kosmetika in der Zellkultur erkannt werden.

Landessieger Sachsen-Anhalt


In Sachsen-Anhalt war die Firma Scanbec GmbH, Halle, mit ihren Geschäftsführern Dr. Antje Breitenstein und Mathias Zachlod erfolgreich. Die Geschäftsidee der Firma basiert auf der Entwicklung und Produktion innovativer molekularbiologischer Nachweissysteme für Mikroorganismen mit Hilfe elektrischer Biochips. Das von Scanbec entwickelte Analysensystem "FastScan" ermöglicht es, Mikroorganismen und deren Aktivitäten schnell, einfach, präzise und kostengünstig nachzuweisen. Die Hauptanwendungsgebiete sind in den Bereichen Lebensmittelanalytik und Umweltanalytik geplant.

Landessieger Mecklenburg-Vorpommern


Der Landessieger Mecklenburg-Vorpommern ist das in der Computerbranche tätige Unternehmen Watercool aus Waren.

Das junge Unternehmen hat ein mit Wasser betriebenes Kühlsystem für Computer entwickelt. Ein wassergekühlter Rechner arbeitet stabil, flüsterleise und mit kleinen Modifikationen sogar schneller als ein herkömmlicher PC. Gerade die Sommermonate beweisen nach Angaben von Watercool immer wieder die Notwendigkeit solcher Kühlsysteme.

Mit einer Wasserkühlung werden die Prozessoren erheblich besser gekühlt als mit herkömmlichen Kühlsystemen. Dadurch wird eine höhere Systemstabilität des PCs erreicht. Die einzelnen Komponenten werden im eigenen Haus entwickelt, gefertigt und vertrieben.

Landessieger Brandenburg


Landessieger in Brandenburg ist die in der Gentechnik tätige AptaRes AG aus Luckenwalde. Das Unternehmen hat ein Verfahren zur schnellen Isolierung von Aptameren im Labor entwickelt.

Aptamere, sogenannte Genschnipsel, können Moleküle im menschlichen Körper binden. Bekannte und unbekannte Substanzen können so nachgewiesen werden. Anwendung finden sollen Aptamere unter anderem bei Drogentests oder aber bei Dopingverfahren. Auch die Bausteine bislang unbekannter Erreger können nach Auskunft des Firmengründers mit Hilfe von Aptameren entschlüsselt werden.

Preisträger Bayern

1. Platz


Der erste Preis geht an die Kulmbacher Firma ALOPEX GmbH, die einen Biochip zur Analyse numerischer Chromosomenaberrationen im Rahmen der in vitro-Fertilisation entwickelt hat.

Ungewollte Kinderlosigkeit stellt weltweit ein bedeutendes Problem dar. In Deutschland sind mehr als eine Million Paare betroffen. Die Möglichkeiten einer künstlichen Befruchtung (in vitro Fertilisation, IVF) sind technischer Standard und finden in der Regel auch Anwendung. Trotz dieses hohen Niveaus an Behandlungsmöglichkeiten sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Schwangerschaft gering. Betroffene durchlaufen oft mehrmals die IVF-Zyklen und setzen sich über Jahre hinweg einer enormen psychischen und physischen Belastung aus.

Hauptgrund für die niedrigen Schwangerschaftsraten sind Fehlverteilungen des Erbmaterials (der Chromosomen) in der weiblichen Eizelle. Die Erfolgsaussichten für die Betroffenen werden erhöht, wenn man die Eizelle bereits vor der Befruchtung auf mögliche Fehlverteilungen hin untersucht und nur solche Eizellen für die IVF verwendet, die auch lebensfähige Embryos bilden können. Die ALOPEX GmbH entwicklet, produziert und vermarktet BioChips, die eine solche spezifische Analyse zulassen und im weiteren Sinne eine quantitative Analyse einzelner Zellen generell ermöglichen.

2. Platz


Die Gründer der HomeWay GmbH entwickeln das europaweit erste Mulimedia-Hausnetz und haben den 2. Platz erreicht.

Der Wunsch nach Nutzung neuer Medien und Angebote im Multimediabereich kann durch die heute vorherrschenden Verkabelungsstrukturen im privaten Wohnbereich oft gar nicht oder nur ungenügend realisiert werden. Wo nach herkömmlicher Art verkabelt wird, werden drei verschiedene Kabel und drei unterschiedliche Anschlussdosen für die Nutzung von Telefon, Datenübertragung ( Internet) und TV / Audio benötigt.

Bei Einsatz des "Multimedia Verkabelungssystems HomeWay" werden von einem zentralen Verteiler im Gebäude ausgehend die Räume sternförmig verkabelt. In den Räumen wird das HomeWay - Kabel an die Multimediadose angeschlossen. In diese Dose werden nun je nach Anwendung modulare Einsätze für TV / Audio, Datenübertragung und oder Telefon eingesteckt. Maximal können an einer Dose vier Dienste abgegriffen werden: TV, Radio, Internet (PC) und analoges oder digitales Telefon. HomeWay führt drei uneinheitliche Strukturen zusammen, spart damit Zeit, Geld und sichert maximale Flexibilität und Zukunftssicherheit.

3. Platz


Den dritten Platz erreichte das Unternehmen Multi Orbital Systems, das ein innovatives Fertigungsverfahren im industriellen Fensterbau entwickelt hat.

1998 skizzierte Dipl.-Ing. (FH) Leonhard Crasser während einer Flugreise auf einer Lufthansa-Serviette die Grundprinzipien einer Vierkopf-Reibschweißmaschine für Kunststofffenster. Er fand die Lösung des Problems, vier Ecken eines Kunststoffprofils gleichzeitig mit Hilfe von kleinsten, kreisförmigen Drehbewegungen und die dadurch entstehende Reibungswärme zu verschweißen. Die Technologie des Multi-Orbital-Reibschweißens war geboren.

Seit Jahrzehnten hatte es keine prinzipielle Neuerung in der Verbindungstechnik von Fensterprofilen und in der Struktur der Fertigungsprozesse gegeben. Im Sommer 1999 begann er mit den Patentanmeldungen. Heute ist die Verfahrenstechnologie des Multi Orbitalen Reibschweißens für offene und geschlossene Profilrahmen von Kunststoffen und Metallen in 32 Industrienationen patentrechtlich geschützt.

Im März 2002 wurde die Multi Orbital Systems GmbH gegründet. Nach umfangreichen Untersuchungen und dem Bau von Prototypen war schließlich am 27.11.2002 die Weltpremiere der ersten Multi Orbitalen Reibschweißmaschine. Seitdem befindet sich die Multi Orbital Systems GmbH in der Markteinführungsphase. Darüber hinaus lässt die Verfahrensinnovation des Multi Orbitalen Reibschweißens einen Technologiewechsel nicht nur im Fensterbau erwarten. Das Verfahren ist für viele weitere Anwendungsbereiche z.B. in der Automobil- oder Möbelindustrie, bei Aluminiumprofilen sowie im Rohrleitungsbau interessant.

Sonderpreis Nachfolge


Der Sonderpreis Nachfolge ging an Dirk Sturm, der in Fürth ein alteingesessenes Zoofachgeschäft übernommen hat.

Dirk Sturm ist der geborene Zoofachhändler, seine gesamte Familie war ebenfalls in dieser Branche tätig. Er selbst ist ausgebildeter Zoofachverkäufer. Durch intensives Coaching der DieSemBer oHG Fürth und der Sparkasse Fürth wurde die Übernahme erfolgreich abgewickelt. Die Übernahme des "Zoo's zum Goldfisch" wurde zu 100 Prozent mit Fördermitteln der LfA Bayern finanziert.

Es konnten alle Arbeitsplätze erhalten bleiben und weitere sind in Planung. Dirk Sturm hat die bereits bestehenden Fachbereiche weiter ausgebaut. Folgende Serviceleistungen werden in Zusammenarbeit mit den Zulieferern und Tierärzten angeboten: spezielle Kundenseminare zum Thema Heimtierhaltung, Wassertests in der Aquaristik und Heimtierpflegeseminare für Kinder.