HOME

Stress am Arbeitsplatz: Jeder Zweite fühlt sich wie im Hamsterrad

Stress, Hetze, Arbeitsverdichtung - nach einer Studie des Gewerkschaftsbundes arbeitet jeder zweite Deutsche unter Zeitdruck. Noch mehr klagen über die wachsende Arbeitslast.

Stress durch den Job: Jeder vierte Arbeitnehmer muss "sehr häufig" oder "oft" auch in der Freizeit erreichbar sein; jeder Siebte arbeitet gar in der Freizeit

Stress durch den Job: Jeder vierte Arbeitnehmer muss "sehr häufig" oder "oft" auch in der Freizeit erreichbar sein; jeder Siebte arbeitet gar in der Freizeit

Für immer mehr Deutsche gleicht der Arbeitsalltag einem Hamsterrad aus wachsendem Leistungsdruck und permanenter Verfügbarkeit. 52 Prozent der Beschäftigten in Deutschland fühlen sich erheblich gestresst und gehetzt - und zwar umso mehr, je länger sie arbeiten. Das ist das Ergebnis der jährlichen Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Fast zwei Drittel der Befragten haben den Eindruck, dass die Arbeitsbelastung in den letzten Jahren zugenommen hat und nun in der gleichen Zeit mehr erledigt werden muss als früher. Jeder fünfte Arbeitnehmer macht deswegen mindestens zehn Überstunden in der Woche. Insgesamt arbeiten laut der Umfrage sogar zwei von drei Beschäftigten länger als vertraglich vereinbart.

Für die Studie wurden 6083 Berufstätige aus mehr als einem Dutzend Branchen befragt. Aus den Antworten lässt sich ablesen, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmt: So musste jeder Vierte nach eigenen Angaben "sehr häufig" oder "oft" auch in der Freizeit für die Firma erreichbar sein. 15 Prozent gaben an, in der Freizeit "sehr häufig" oder "oft" unbezahlt zu arbeiten. Jeder Zweite ist der Umfrage zufolge im vergangenen Jahr mindestens zwei Mal trotz Krankheit zur Arbeit gegangen.

"Der Arbeitsplatz gilt als Stressfaktor Nummer eins"

"Die psychischen Belastungen durch Arbeit sind so hoch, dass die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten gefährdet sind", sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach dazu. "Der Arbeitsplatz gilt als Stressfaktor Nummer eins." Von den Arbeitnehmern, die mehr als zehn Überstunden pro Woche machten, fühlten sich 72 Prozent gehetzt.

Buntenbach fordert daher von den Arbeitgebern "Arbeitsbedingungen, die weniger Stress produzieren", und nicht etwa Konditionstrainings zur besseren Stressbewältigung. Die Gewerkschaftsfunktionärin wies darauf hin, dass die Fehlzeiten der Arbeitnehmer in den Betrieben aufgrund psychischer Leiden seit 1984 um 80 Prozent zugenommen haben - und damit "geradezu explodiert" seien.

Besonders häufig fühlen sich Mitarbeiter im Gastgewerbe gehetzt, von denen 70 Prozent angaben, Zeitdruck bei der Arbeit zu verspüren. Im Sozial- und Gesundheitswesen verspüren laut Studie 65 Prozent "häufig" oder "sehr häufig" Stress, im Baugewerbe 60 Prozent. Am seltensten fühlen sich dagegen die Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung, bei den Sozialversicherungen und der Bundeswehr gehetzt. Hier gaben lediglich 43 Prozent an, "häufig" oder "sehr häufig" unter Stress zu stehen.

DGB fordert "Anti-Stress-Verordnung"

Das Fazit der Studie: Stress am Arbeitsplatz ist inzwischen nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. IG-Metall-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban sagt dazu: "Das Gefühl, gehetzt zu sein, ist ein Faktum, das genauso hart ist und genau so ernst zu nehmen ist wie das Resultat einer Blutdruckmessung oder Gefahrstoff-Analyse."

Urban warb erneut für eine Anti-Stress-Verordnung - mit klaren Vorschriften für erlaubte Belastungen im Job. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) habe sich für mehr psychosoziale Prävention in der Arbeitswelt zwar offen gezeigt. Es gebe aber noch "strategische Differenzen" über den Weg dorthin.

pen/AFP/DPA / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?