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Clevere Idee: Supermarktchef aus Hessen vermietet sein Kühlhaus – gegen Eintritt

Es ist brütend heiß in Deutschland. Alles ächzt und schwitzt und sehnt sich nach Abkühlung. Da hatte Lars Koch aus Friedberg eine clevere Idee: Hitzegeplagte Kunden können sich für fünf Minuten in seinem Kühlhaus entspannen.

Supermarktchef Lars Koch vor seinem Kühlhaus

Liegestühle und Schirmchen stehen parat: Supermarktchef Lars Koch vor seinem Kühlhaus

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Die Temperaturen draußen kratzen an den 40 Grad, selbst im Norden Deutschlands. Wir ächzen, bunkern Ventilatoren, tupfen uns im Fünfminutentakt die Stirn und würden am liebsten vier Mal täglich unter die kalte Dusche springen. Nichts scheint wirklich gegen die drückende Hitze zu helfen. Da hatte ein findiger Supermarktbetreiber aus Hessen eine ziemlich witzige Idee. Er bietet sein Kühlhaus für eine kurze Verschnaufpause an – gegen Eintrittsgeld.

Lars Koch aus Friedberg ist Chef eines Edeka-Markts. Dort gibt es sogenannte "Kühlzellen", in denen angenehme Standard-Kühlschrank-Temperaturen herrschen: Fünf bis acht Grad. Und eine davon bietet er jetzt hitzegeplagten Kunden an. Für fünf Minuten kann man sich im markteigenen Kühlschrank zwei Minuten in einen Liegestuhl lümmeln und runterkühlen. Für fünf Euro.

Fünf Minuten Kühlhaus für fünf Euro

Das Angebot, das der Supermarkt auf Facebook postete, wurde von vielen zuerst für einen Scherz gehalten. Doch Lars Koch erklärte in einem Interview mit Spiegel online: "Sagen wir so: Es ist ein ernstgemeinter Spaß." Er bekräftigt: "Wer eine kleine Abkühlung möchte, kann das wirklich machen. Ich werde davon aber bestimmt nicht Millionär."

Damit die schwitzenden Besucher nicht frische Waren verunreinigen, ist die Kühlzelle extra für dieses Angebot reserviert und aktuell nicht mit Produkten gefüllt. Zudem wird sie regelmäßig desinfiziert und grundgereinigt. Sonst gäbe es wohl auch vom Gesundheitsamt auf die Finger. Laut Lars Koch sind es vor allem Angestellte aus dem umliegenden Industriegebiet, heißen Lagerhallen und Werkstätten, die das Angebot nutzen.

So mancher ist froh über die Idee

Ins Tiefkühlhaus – auch das bietet der findige Marktchef an – hat sich allerdings noch niemand getraut. Dort herrschen bis zu minus 20 Grad. Das ist dann selbst den geplagtesten Kunden ein wenig zu frisch.

Wer nicht in der Nähe wohnt und auf einen Abstecher in der Kühlkammer vorbeischauen kann, freut sich auf Facebook über die ebenso witzige wie praktische Aktion. 159 Mal wurde der entsprechende Beitrag des Edeka-Marktes schon geteilt. Und zudem fleißig kommentiert.  "Und was ist mit Übernachten?", will etwa Facebook-Nutzerin Delyana wissen. Sehr, sehr gute Frage.

Die leeren Regale in einer Hamburger Filiale von Edeka




wt