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Abkommen mit Fiat: Obama rät Chrysler zur Allianz

Italienische Hilfe wird für den tief in der Krise steckenden US-Autobauer Chrysler zur Überlebensgarantie. US-Präsident Barack Obama hat weitere Hilfen für Chrysler von einer Allianz mit Fiat abhängig gemacht. Noch steht die Zusammenarbeit nicht, aber die Rahmenbedingungen sind klar.

Der ums Überleben kämpfende US-Autobauer Chrysler hat sich mit dem italienischen Fiat-Konzern auf die Rahmenbedingungen für die angestrebte Allianz geeinigt. Die Vereinbarung habe die Unterstützung des US-Finanzministeriums, teilte Chrysler am Montag am Sitz in Auburn Hills (Bundesstaat Michigan) mit. Das endgültige Abkommen stehe aber noch aus, stellte der US-Hersteller später klar.

US-Präsident Barack Obama hatte zuvor weitere Unterstützung für Chrysler ausdrücklich von einer Partnerschaft mit Fiat abhängig gemacht. Chrysler alleine sei nicht überlebensfähig. Obama gab Chrysler 30 Tage bis Ende März Zeit, die bereits im Januar erstmals angekündigte Allianz unter Dach und Fach zu bringen.

Fiat-Chef Sergio Marchionne bekräftigte den Willen zur Partnerschaft. "Ich danke Präsident Obama für seine Wertschätzung und seine Förderung des Zusammenschlusses von Chrysler und Fiat", sagte er laut einer Mitteilung. Die Allianz werde Chrysler helfen, sich finanziell zu erholen, und dazu beitragen, Arbeitsplätze in den USA zu sichern.

Fiat soll für Kleinwagen und Spritsparer sorgen

Der deutsche Daimler-Konzern hält an der früheren Tochter Chrysler noch knapp 20 Prozent. Die Mehrheit hatte Daimler bereits 2007 an den US-Finanzinvestor Cerberus verkauft. Daimler will seinen Anteil so schnell wie möglich loswerden.

Der Einstieg von Fiat soll Chrysler mit dringend benötigten kleinen Modellen und spritsparenden Technologien versorgen. Die Italiener erhoffen sich umgekehrt Zugang zum US-Markt. In einem ersten Schritt ist früheren Angaben zufolge eine Beteiligung von 35 Prozent geplant.

DPA / DPA