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Automobilindustrie: Britische Autobauer fordern Abwrackprämie

Die Abwrackprämie entwickelt sich immer mehr zum Schlager: Da die Neuwagen-Absätze auf der Insel eingebrochen sind, fordert jetzt auch die britische Autobranche eine Verschrottungsprämie nach deutschem Vorbild. Hierzulande ist ein Hersteller besonders zufrieden mit dem Bonus-Modell.

Die britische Autobranche fordert von der Regierung Kaufanreize nach dem Vorbild Deutschlands. Angesichts des Absatzeinbruchs bei Neuwagen müsse die Nachfrage angeregt werden, mahnte der Verband der Autohersteller und -händler SMMT am Donnerstag.

In Großbritannien sank der Absatz von Neuwagen im ersten Monat des Jahres auf den Stand von Januar 1974. Zum Jahresanfang sei der Verkauf von Autos direkt vom Band im Jahresvergleich um 30,9 Prozent auf knapp über 112.000 Stück zurückgegangen, teilte der Verband mit. Nach einem Minus von elf Prozent 2008 sei im laufenden Jahr nun ein weiterer Rückgang von 25 Prozent zu erwarten.

Die Abwrackprämie von 2500 Euro in Deutschland wird gezahlt, wenn ein mindestens neun Jahre altes Auto verschrottet und dafür ein neues Fahrzeug oder ein Jahreswagen gekauft wird.

Unterdessen kann hierzulande der Autobauer Opel von der seit Januar gültigen Abwrackregelung besonders profitieren. Das Unternehmen bestätigte einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach der Absatz an Privatkunden im Januar um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen ist. Besonders gefragt seien Kleinwagen.

Opel-Sprecher Jörg Schrott bestätigte, dass der Absatz des Kleinwagens Opel Agila sich im Vergleich zum Januar 2008 auf 1111 Fahrzeuge in etwa verdreifacht habe. Der Absatz des Opel Corsa sei um 15 Prozent auf 6954 Einheiten gestiegen. Opel-Marketingchef Alain Visser sagte der Zeitung, die Umweltprämie sei ein "Silberstreif am Horizont".

Reuters/AP / AP / Reuters