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BAHN: Regierung soll Finanzhilfe für Interregio-Netz planen

Das Interregio-Netz wird offenbar doch nicht so stark zusammengestrichen wie geplant. Angeblich will der Bund dafür die Länder mit 102 Millionen Euro stützen.

Die »Süddeutsche Zeitung« (Wochenendausgabe) berichtete, dass die Bundesregierung für die unrentablen Strecken finanzielle Hilfen zur Verfügung stellen will. Die Zeitung stützte sich bei ihrem Bericht auf den Entwurf des Eisenbahn-Regionalisierungsgesetzes. Danach soll der Bund den Ländern jährlich 102 Millionen Euro für die Interregio-Strecken zahlen. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums wies den Bericht zurück.

Freie Verwendung der Mittel

Es soll den Ländern überlassen bleiben, wie sie die Bundesmittel einsetzten, berichtete die Zeitung weiter. Sie könnten bestehende Interregio-Verbindungen finanzieren, aber auch neue Nahverkehrslinien schaffen oder Wettbewerber der Deutschen Bahn wie die Firma Connex beauftragen.

Bereits 200 Mio ? Zuschüsse

Der Ministeriumssprecher wies darauf hin, dass der Bund den Ländern 200 Millionen Euro mehr als ursprünglich vorgesehen an Zuschüssen für den Regionalverkehr zahlt. Wie die Mittel verwendet werden, entschieden die Länder. Die Fraktionen wollten einen entsprechenden Gesetzentwurf in der übernächsten Wochen in den Bundestag einbringen.

Die Bahn hatte angekündigt, zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember mehrere Interregio-Verbindungen zu streichen. Das Netz umfasst derzeit noch 15 Verbindungen.

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