HOME

Neue Freundschaft: Russland bereit zu Finanzhilfe für Griechenland

Vertreter der neuen griechischen Regierung sprachen sich in Brüssel gegen eine Verschärfung des Kurses gegen Wladimir Putin aus. Im Gegenzug will Moskau Athen finanziell unter die Arme greifen.

Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin wird vorgeworfen, die  Unterstützung für die prorussischen Separatisten in der Ukraine  zuletzt noch einmal ausgebaut zu haben

Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin wird vorgeworfen, die
Unterstützung für die prorussischen Separatisten in der Ukraine
zuletzt noch einmal ausgebaut zu haben

Russland hat sich grundsätzlich bereiterklärt, Griechenland finanziell zu unterstützen. Sollte eine derartige Bitte an die Regierung herangetragen werden "würden wir das definitiv prüfen", sagte Finanzminister Anton Siluanow am Donnerstag dem Sender CNBC. Dabei würde man allerdings "alle Faktoren der bilateralen Beziehung zwischen Russland und Griechenland berücksichtigen".

In den vergangenen Tagen ist über eine Annäherung der neuen Regierung in Athen an Russland spekuliert worden. So hat sich Griechenland zurückhaltend zu dem Vorschlag einiger EU-Partner gezeigt, wegen der Ukraine-Krise neue Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Regierungschef Alexis Tsipras hatte sich noch am Tag seiner Vereidigung mit dem russischen Botschafter in Athen getroffen.

Die Europäische Union verlängert unterdessen ihre Sanktionen gegen Russland. Die Reisebeschränkungen und Kontensperrungen würden zunächst um weitere sechs Monate und damit bis September in Kraft bleiben, erklärte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Donnerstag nach einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Innerhalb einer Woche solle dann ein Vorschlag vorgelegt werden, wie die Sanktionsliste erweitet werden könne. Eine Entscheidung darüber solle beim kommenden Treffen der Minister am 9. Februar getroffen werden. Neue Wirtschaftssanktionen wurden damit nicht verhängt.

ivi/Reuters / Reuters