Die USA und Israel greifen weiter den Iran an, Teheran schlägt zurück. In Frankfurt kommt der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung an. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Alle aktuellen Informationen im Liveblog:
Wichtige Updates
Matthias Urbach
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- Die USA und Israel greifen weiter den Iran an.
- Ali Chamenei, der getötete Oberste Führer des Irans, sollte eigentlich am Mittwochabend beigesetzt werden. Das Staatsbegräbnis wurde offenbar verschoben.
- Berichten zufolge soll sein Sohn Modschtaba die Nachfolge antreten, Israel droht bereits mit Tötung.
- Die Türkei hat eine Rakete aus dem Iran abgefangen – will sich aber nicht in den Krieg einmischen.
- Israel greift wiederholt die Hisbollah in Beirut an. Die libanesische Regierung hat Hisbollah-Mitglieder festgenommen.
- Die Bundesregierung startet eine Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere. Am Morgen wird der erste Flug in Frankfurt erwartet.
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Lennard Worobic
Erster deutscher Evakuierungsflug in Frankfurt gelandet
Am Frankfurter Flughafen ist der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten gelandet, wie dpa-Reporter vor Ort bestätigten. Die Lufthansa-Maschine war in der Nacht in Omans Hauptstadt Maskat gestartet.
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Lennard Worobic
Versorgungsängste wegen des Irankrieges treiben den Ölpreis heute erneut deutlich nach oben. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verteuern sich in der Spitze um mehr als vier Prozent auf 84,74 beziehungsweise 78,09 Dollar je Fass. Die Sorgen konzentrieren sich auf den Lieferfluss durch die Straße von Hormus, schreiben die Analysten der ANZ in einem Kommentar.
Die Wasserstraße ist eine wichtige Transportader für rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Versorgung. Aktuell ist der Schiffsverkehr hier eingestellt. Iranische Streitkräfte haben Öltanker in oder nahe der Straße von Hormus angegriffen. Seit Wochenbeginn sind die Preise für Brent und WTI um jeweils mehr als 16 Prozent nach oben geschnellt.
Die Wasserstraße ist eine wichtige Transportader für rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Versorgung. Aktuell ist der Schiffsverkehr hier eingestellt. Iranische Streitkräfte haben Öltanker in oder nahe der Straße von Hormus angegriffen. Seit Wochenbeginn sind die Preise für Brent und WTI um jeweils mehr als 16 Prozent nach oben geschnellt.
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Lennard Worobic
Der Iran hat seine Angriffe auf Israel auch in der Nacht fortgesetzt. Die israelischen Streitkräfte alarmierten wegen iranischer Raketenangriffe in weniger als zwei Stunden dreimal die Bevölkerung. In Jerusalem waren Explosionen zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Rettungsdienste erklärten aber, es lägen keine Berichte über Verletzte vor.
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Lennard Worobic
Auch US-Präsident Donald Trump zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf des Krieges – und gab dem Militäreinsatz in einem bizarren Zahlenspiel 15 von zehn Punkten. „Es läuft gut an der Kriegsfront, um es zurückhaltend auszudrücken“, sagte Trump bei einem Treffen mit Technologieunternehmern im Weißen Haus. „Jemand hat gesagt: ‚Auf einer Skala bis 10, wie viele Punkte würden Sie geben?' Ich habe gesagt: ‚Etwa 15‘.“
US-Präsident Donald Trump ist zufrieden (Archivbild). IMAGO/UPI Photo
Lennard Worobic
Die israelische Regierung hat nach eigenen Angaben bereits „historische Erfolge“ im Krieg gegen den Iran erzielt. „Israel und die USA haben gemeinsam historische Erfolge erzielt, um unsere Bürger und die zivilisierte Welt zu schützen“, sagt Regierungssprecherin Schosch Bedrosian in der Nacht in einem Internetvideo.
Die US-israelischen Luftangriffe seien notwendig gewesen, weil der Iran sein Atomprogramm in „neuen unterirdischen Bunkern“ wieder aufgebaut habe, so die Sprecherin. Außerdem habe es Anzeichen dafür gegeben, dass der Iran „Israel und amerikanische Truppen im Nahen Osten“ habe angreifen wollen.
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Lennard Worobic
Israel verkündet „historische Erfolge“
Die israelische Regierung hat nach eigenen Angaben bereits „historische Erfolge“ im Krieg gegen den Iran erzielt. „Israel und die USA haben gemeinsam historische Erfolge erzielt, um unsere Bürger und die zivilisierte Welt zu schützen“, sagt Regierungssprecherin Schosch Bedrosian in der Nacht in einem Internetvideo.
Die US-israelischen Luftangriffe seien notwendig gewesen, weil der Iran sein Atomprogramm in „neuen unterirdischen Bunkern“ wieder aufgebaut habe, so die Sprecherin. Außerdem habe es Anzeichen dafür gegeben, dass der Iran „Israel und amerikanische Truppen im Nahen Osten“ habe angreifen wollen.
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Matthias Urbach
Iranische Streitkräfte greifen offenbar erneut kurdische Gruppen im Irak an. Es seien drei Raketen auf das Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Militärführung in Teheran. Der regierungstreue Sender Press TV veröffentlichte Videos, auf denen Einschläge in den Stellungen „anti-iranischer Separatisten“ zu sehen sein sollen.
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Matthias Urbach
Die Sorge vor einer längeren Schließung der Straße von Hormus treibt am Donnerstag die Ölpreise an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich um gut zwei Prozent auf 83 Dollar. US-Leichtöl WTI kostet mit 76,60 Dollar 2,6 Prozent mehr. Die wichtige Schifffahrtsroute für den Energietransport ist seit Tagen blockiert.
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Matthias Urbach
Katar evakuiert die Umgebung der US-Botschaft. Die Bewohner seien vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, teilt das Innenministerium des Golfstaats mit. Zu den Hintergründen der Evakuierung macht die Behörde keine Angaben.
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Matthias Urbach
Vor der Küste von Kuwait im Persischen Golf ist es zu einer Explosion an einem Tanker gekommen. Der Kapitän des rund 55 Kilometer südöstlich von Mubarak al-Kabir vor Anker liegenden Schiffes habe eine große Explosion an der Backbordseite bemerkt, bevor ein kleines Boot davongefahren sei, berichtet die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO). Öl aus dem Ladetank laufe ins Meer aus. Ein Brand sei nicht gemeldet worden, der Besatzung gehe es gut.
Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Straße von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von Geschossen getroffen. Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt dort beinahe zum Erliegen gebracht. US-Präsident Donald Trump erklärte, die US-Marine werde Schiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus eskortieren, falls erforderlich.
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Matthias Urbach
Israel fliegt erneut einen Luftangriff auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut. Die israelischen Streitkräfte erklären, sie attackierten „Infrastruktur“ der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. Bilder von AFPTV zeigten Rauch über dem Süden von Beirut, einer Hochburg der Hisbollah. Zuvor rief die israelische Armee die Bevölkerung auf, das Gebiet zu verlassen.
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Matthias Urbach
Im US-Senat scheitert der Versuch, Donald Trumps Befugnisse zu beschneiden. Die sogenannte Kriegsbefugnisresolution (War Powers Resolution) wird am Mittwoch in der Kongresskammer mit der Mehrheit von Trumps Republikanern abgelehnt. 53 Senatoren stimmen gegen die Resolution, 47 Senatoren dafür. Bei beiden Parteien gibt es jeweils einen Abweichler, der sich der Gegenseite anschließt: Bei den Demokraten Senator John Fetterman und bei den Republikanern Senator Rand Paul. Die Resolution sollte Trump untersagen, den Militäreinsatz gegen den Iran ohne Beschluss des US-Kongresses fortzusetzen.
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Matthias Urbach
Erster deutscher Evakuierungsflug nach Frankfurt aufgebrochen
In Omans Hauptstadt Maskat ist der erste Evakuierungs-Jet der Bundesregierung im aktuellen Nahost-Konflikt gestartet. Das geht aus Daten des Flugdienstleisters Flightradar24 hervor. Die Lufthansa-Maschine vom Typ Airbus A340-300 wird laut aktuellem Plan gegen 7.22 Uhr am Frankfurter Flughafen erwartet.
An Bord des Fluges LH345 befinden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren infolge des US-Angriffs auf den Iran in der Golf-Region gestrandet und mussten über den Landweg nach Maskat gebracht werden. Nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul sollten besonders verwundbare Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder.
An Bord des Fluges LH345 befinden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren infolge des US-Angriffs auf den Iran in der Golf-Region gestrandet und mussten über den Landweg nach Maskat gebracht werden. Nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul sollten besonders verwundbare Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder.
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Tim Schulze
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ruft den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dazu auf, von einer Bodenoffensive im Libanon abzusehen. Es sei wichtig, dass die territoriale Integrität des Libanon gewahrt werde und dass die proiranische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel einstelle, teilt Macron nach Gesprächen mit Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun auf der Plattform X mit. Es sei wichtig, dass die Parteien zum Waffenruheabkommen zurückkehrten.
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Tim Schulze
US-Regierung dementiert Berichte über Bewaffnung von Kurden
Das Weiße Haus weist Berichte über eine geplante Bewaffnung kurdischer Gruppen durch die US-Regierung zurück. Die Behauptung, US-Präsident Donald Trump habe derlei Plänen zugestimmt, sei falsch und sollte nicht verbreitet werden, sagt Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington. Richtig sei, dass Trump mit kurdischen Anführern in der Region mit Blick auf den US-Stützpunkt im Norden des Iraks gesprochen habe.
US-Medien hatten zuvor berichtet, dass Trump einen Tag nach Beginn der Angriffe auf den Iran auch mit dem irakischen Kurdenführer Masud Barsani gesprochen habe. Trump soll demnach erwägen, die irakischen Kurden bei einem Kampf gegen die iranische Führung zu unterstützen, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Regierungsvertreter.
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DPA · AFP · Reuters
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