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BMW und Volkswagen: Autobauer verkaufen so viele Wagen wie noch nie

Erfolg für die deutschen Autobauer: BMW und Volkswagen schließen das erste Halbjahr mit Rekordverkaufszahlen. Die Wolfsburger schwächeln zwar in Amerika - doch in China boomt das Geschäft.

Ein chinesischer Arbeiter im Volkswagen-Werk in Chengdu, China. Das Land gilt als größter Markt für den Autobauer.

Ein chinesischer Arbeiter im Volkswagen-Werk in Chengdu, China. Das Land gilt als größter Markt für den Autobauer.

Zur Jahreshälfte hat Volkswagen erstmals mehr als drei Millionen Neuwagen seiner Kernmarke VW Pkw an den Kunden gebracht. Im ersten Halbjahr 2014 verzeichnete der Konzern ein Plus von knapp vier Prozent. Im Juni legte die Marke aber nur um ein Prozent auf knapp 515.000 Neuwagen zu Vorjahr zu, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Allerdings hatte der Monat auch weniger Verkaufstage als 2013.

Weltweit betrachtet hat VW die Verkaufszahlen in Europa stabilisiert, China befeuert als größter Markt das Wachstum. Dort wuchs der Absatz um 18,5 Prozent. In den USA setzte Volkswagens Kernmarke im Halbjahr 13 Prozent weniger Neuwagen ab, in Südamerika waren es minus 21 Prozent. Auf dem Heimatmarkt Deutschland stagnierte der Absatz (plus 0,8 Prozent).

BMW setzt auf neue Modelle

Gute Nachrichten auch bei Konkurent BMW: Der Autobauer verzeichnet mit mehr als einer Million verkauften Fahrzeugen ebenfalls einen Rekordabsatz im ersten Halbjahr. Insgesamt seien per Juni weltweit 1.020.211 Fahrzeuge an Kunden übergeben worden, das waren rund sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie BMW mitteilte.

Im Juni legten die Auslieferungen um knapp fünf Prozent auf 193.342 Autos zu. "Wir liegen damit auf Kurs, unser Absatzziel von mehr als zwei Millionen Fahrzeugen im laufenden Jahr zu erreichen", erklärte BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson. Dabei setzt der weiß-blaue Autobauer auch auf viele neue Modelle.

Während die Verkäufe bei der Kernmarke BMW im Juni um gut 7 Prozent auf 164 214 Einheiten zulegen konnten, nahm der Absatz beim Kleinwagen Mini wegen eines Modellwechsels um rund acht Prozent auf 28 738 Fahrzeuge ab. Vom Elektroauto i3 verkaufte BMW in den ersten sechs Monaten fast 5400 Exemplare.

kis/DPA/Reuters / DPA / Reuters