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Plagiarius-Preis: Original vs. China-Fake: Diese Markenprodukte wurden besonders dreist abgekupfert

Die Aktion Plagiarius prangert besonders dreiste Fälle von Produkt- und Markenpiraterie an - vom Spielzeugbagger über den Fahrradkorb bis zum Duschkopf.

Plagiat Schrägsitzventil

1. Preis: Schrägsitzventil "Typ 2000"

Das Original (links) stammt von Bürkert Werke aus Indelfingen, das Plagiat aus China. Die Chinesen haben ein ganzes Produktprogramm von Bürkert kopiert und dabei die international registrierte Bildmarke sowie das (auch in China) eingetragene Design verletzt.

Es war ein bemerkenswerter Fund, den die Zollbeamten Mitte Januar am Stuttgarter Flughafen machten. Mit sechs Koffern voller vermeintlicher Markenware reiste eine Frau aus der Türkei ein. Darunter waren gefälschte Rolex-Uhren, Gucci-Taschen und Marken-Sandalen. Insgesamt 300 Artikel, für die die Frau nach eigenen Angaben nur 200 Euro bezahlt hatte.

Die falsche Rolex aus der Türkei kennt jeder. Es sind aber nicht nur Luxusmarken, die Opfer von Fälschern und Plagiatoren werden. Auch Hersteller von ganz normalen Alltagsprodukten haben mit billigen Nachahmern zu kämpfen - häufig aus Fernost. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, vergibt der Verein "Aktion Plagiarius" einmal im Jahr Schmähpreise für besonders dreiste Plagiate. Unter den Preisträgern 2019 befinden sich nachgebaute Spielzeugbagger und Markentöpfe, Fahrradzubehör und sicherheitsrelevante technische Komponenten (siehe Fotostrecke). Alle angeprangerten Plagiate wurden in China hergestellt. 

"Plumpe und skrupellose Geschäftspraktiken"

Gegen viele der Plagiate sind die Originalhersteller bereits erfolgreich mit Unterlassungserklärungen vorgegangen. Dennoch sage die Auszeichnung nichts darüber aus, ob ein nachgemachtes Produkt im juristischen Sinne erlaubt sei, erklärt der Verein. Auch legale, aber moralisch anstößige Kopien können von der Jury, die sich aus Patent- und Markenexperten zusammensetzt, ausgezeichnet werden. Ziel der Preisvergabe sei es, "die plumpen und skrupellosen Geschäftspraktiken von Produkt- und Markenpiraten ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und Industrie, Politik und Verbraucher für die Problematik zu sensibilisieren".


Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.