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Betrugsmasche: Polizei und Verbraucherschützer warnen: So erkennen Sie Fake-Shops im Internet

Fake-Shops, die im Netz Konsumenten abzocken, erkennt man längst nicht mehr so einfach. Denn die Betreiber werden immer professioneller. Polizei und Verbraucherschützer erklären, wie man den Kriminellen nicht ins Netz geht.

Fake Shops im Internet

Verbraucherschützer zeigen, wie man Fake Shops im Internet erkennt.

Getty Images

Schicke Optik, eine Internetadresse mit einem ".de", saubere Rechtschreibung und keine Fehler in den Texten - wer auf einen solchen Shops stößt, ahnt kaum, dass Betrüger dahinter stecken. Das erklärt auch, warum so viele Verbraucher zuletzt auf Fake-Shops hereingefallen sind. Laut dem "ARD-Kriminalreport" sollen bereits 4,4 Millionen Bürger in Deutschland an falsche Verkäufer geraten sein. Die Daten dazu stammen vom "Marktwächter Digitale Welt" der Verbraucherzentrale Brandenburg. 

Die hohe Zahl der Betrogenen zeigt: Die Betreiber der Shops haben dazugelernt. Sie bieten meist Kleidung, Sportartikel und Sportschuhe bekannter Marken, aber auch Haushaltsgeräte, Elektroartikel oder Fahrräder an. Die Shops wirken aufgeräumt, die Domain endet auf einem ".de". In der Sendung erklären die Fahnder, dass es eine Professionalisierung dieser Shops gegeben habe. "Es ist schwierig so einen Fake-Shop zu erkennen, weil die Qualität in den letzten Jahren extrem zugenommen hat", so Polizeioberkommissar Fabian Herrmann. Gefälschte Shops seien früher leicht zu erkennen gewesen. "Aber das ist heute nicht mehr der Fall."

Fake-Shops erkennen

Doch woran können Kunden Fake-Shops erkennen? Die Verbraucherzentralen berichten, dass die Tricks der Betrüger nur funktionieren, wenn die Zahlung per Vorkasse überwiesen wird. Denn dann bekommt der Kunde höchstens ramschige Ware zum überhöhten Preis - oder eben gar keine Lieferung. Das Geld ist dann weg. Auch auffällige Internetadressen, fehlende oder gleichklingende Userbewertungen, das Fehlen der AGB oder des Impressums sollte Kunden zeigen: Hier sind Kriminelle am Werk. Denn Betreiber von Shops sind dazu verpflichtet, den Firmennamen, die geographische Adresse und eine E-Mail-Adresse anzugeben. Vor allem, wenn namhafte Produkte zu unrealistisch günstigen Preisen angeboten werden, sollten Kunden einen Bogen um den Shop machen.

Die Polizei gibt aber auch Tipps, wie sich Kunden schützen können:

1. Keine Spontankäufe!

Gerade, wenn Sie den Shop nicht kennen, sollten Sie den Preis eines Produktes im Netz vergleichen. Was verlangen Konkurrenten? Ist der Preis günstig oder schon unrealistisch billig? Außerdem googlen Sie den Namen des Shops. Gibt es schon Seiten, auf denen andere Kunden ein Feedback gegeben haben? Gerade in Foren machen sich viele Kunden ehrlich Luft.

2. Bei der Zahlart keine Experimente

Kaufen Sie nicht bei Shops ein, die ausschließlich Vorkasse als Zahlungsart anbieten. Die Polizei rät, auf Rechnung zu kaufen. Beim Lastschriftverfahren kann die Zahlung noch bis zu acht Wochen nach Einzug rückgängig gemacht werden. 

3. Unsicher? Finger weg!

Sie haben kein gutes Gefühl? Einiges kommt Ihnen komisch vor? Dann bestellen Sie dort nicht. "Sie sollten das gewünschte Produkt nur beim Händler Ihres Vertrauens erwerben", schreibt die Polizei. 

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kg
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.