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Neue Strategie: Ikea will sich radikal verändern: "Wir können so nicht weitermachen"

Ikea verbraucht Unmengen an Rohstoffen, um weltweit die günstigen Möbel im Schweden-Design anzubieten. Doch offenbar arbeitet der Konzern daran, das Geschäftsmodell zu verändern. 

Köttbullar & Co.: Von dieser Seite kennen Sie Ikea noch nicht

In der Zukunft könnte ein Besuch bei Ikea in etwa so aussehen: Sie besuchen die Webseite oder das Einrichtungshaus, weil Sie einen Stuhl haben möchten oder einen Tisch. Doch kaufen werden Sie nichts. Gar nichts - denn sie können die Möbel, die Ihnen gefallen, dann einfach mieten. 

Ikea erfindet sich gerade neu. Der schwedische Konzern ist Weltmarktführer für Möbel, die Billy-Regale und Klippan-Sofas können Kunden fast überall auf dem Globus kaufen. Und das verbraucht enorme Ressourcen. Das passt allerdings nicht zu dem neuen Image, das sich Ikea verpassen will. Statt billige Wegwerf-Möbel zu konzipieren, will Ikea nachhaltig auftreten. Deshalb experimentieren die Schweden nun mit einem Leasing-Modell. In der Schweiz soll eine Testphase noch im April 2019 anlaufen. Ikea kündigte an, dass solche Tests in rund 30 Ländern durchgeführt werden sollen, darunter in den USA, China und Indien. 

Möbel mieten bei Ikea

Kunden können sich dort Möbel aussuchen und zahlen einen monatlichen Mietbetrag. Nach Ablauf der Vertragsdauer geben sie den Artikel einfach wieder zurück. Für Ikea ist dieser Vorstoß mehr als nur ein Ausprobieren - der Möbelgigant will sich neu erfinden. "Es geht im Wesentlichen darum, das Geschäftsmodell zu ändern und ein völlig anderes Angebot für unsere Kunden zu bieten", sagte Pia Heidenmark Cook, Nachhaltigkeitschef der Ingka Group, dem größten Ikea-Franchisenehmer, zu "Fast Company". Es sei nicht mehr sinnvoll, Rohstoffe abzubauen, Produkte herzustellen und an Kunden zu verkaufen - damit diese dann schnell auf Mülldeponien enden. Der Rohstoffdruck nehme zu. "Wir sehen nicht, dass wir als Unternehmen so weitermachen können, wenn wir uns nicht mit dem Thema Ressourcenknappheit befassen", sagte Cook. 

Mit dem Leasingmodell wird Ikea wieder Teil der Verwertungskette. Das Unternehmen kann nach Ablauf der Mietdauer das Möbelstück erneut vermieten, es zu einem reduzierten Preis verkaufen oder das Material verwerten. Doch die Miet-Idee ist nur ein Baustein in Ikea großem Plan. Denn die Schweden wollen insgesamt nachhaltiger werden. Mit dem Wechsel auf erneuerbare Energien oder dem Einsatz von Elektrofahrzeugen bewegt sich der Konzern in Richtung klimabewussterem Einsatz. Klar ist aber: Der größte Klima-Killer bei Ikea ist der Einsatz von Rohstoffen für die Produkte. Wiederverwendung und Recycling können daher große Auswirkungen auf den CO2-Abdruck des Konzerns haben. 

Weltweite Testmodelle von Ikea

Also wird bei Ikea weltweit getüftelt, wie der Lebenszyklus von Möbeln verlängert werden kann: In den Niederlanden können sich Studenten Basic-Möbel für die erste eigene Bude mieten. Hier erhofft sich Ikea Erkenntnisse, wie teuer solche Möbel sein dürfen und wie die Lebensdauer der Produkte verlängert werden kann. In Australien bekommen Kunden Gutscheine, wenn sie ihre alten Möbel zum Weiterverkauf an neue Kunden zu Ikea zurückbringen. Ein ähnlicher Versuch lief bereits in Japan. "Wir schauen uns das aktuelle Betriebsmodell an, was funktioniert und was nicht funktioniert, welche Lücken bestehen", sagte Cook. Man wolle nicht, dass sich ein Nischen-System entwickele, sondern dass sich ein neues Geschäftsmodell dadurch aufbauen lasse. 

Diese Neuausrichtung macht auch nicht vor den Möbel selbst halt. Denn nur wenn der Lebenszyklus verlängert werden kann, lohnt sich ein Weiterverkauf. Oder Kunden behalten die Möbel, wenn sie sich verändern lassen. So wird das Ikea-Sofa Vimle in Teilen verkauft, die miteinander kombiniert werden können. Soll das Sofa größer werden, kann man einzelne Sitze nachkaufen. Und wenn die Armlehnen abgenutzt erscheinen, können sie ebenfalls ersetzt werden. 

Alle Produkte werden geprüft - auch Filialen sollen sich verändern

Auch der Einsatz von Recyclingmaterial wird ausgebaut. Inzwischen gibt es Teppiche, die aus alter Bettwäsche bestehen. Oder Küchenschränke, die aus recyceltem Holz und Plastikflaschen hergestellt werden. Doch das soll laut "Fast Company" erst der Anfang sein. Offenbar soll die gesamte Produktpalette mit 9500 Artikeln geprüft werden - damit diese länger halten oder einfach auf- oder umgerüstet werden können. "Wenn das Produkt wiederkommt, werden wir den Verschleiß von Produkten auf eine Weise sehen und verstehen lernen, die wir so noch nie erreicht haben", sagt Cook. Sie macht dabei klar: Es geht nicht nur um den ökologischen Fußabdruck, sondern auch darum, Geld zu verdienen. Ikea will also offenbar nicht nur das Image aufpolieren, sondern ein Geschäftsmodell entwickeln.

 

Deshalb soll der Wandel auch nicht an den Filialen einfach vorbeigehen. Schon heute gibt es ein "Lernlabor" in einem Ikea-Geschäft in London. Dort werden Matratzen zurückgenommen, die dann recycelt werden. Außerdem werden dort Reparaturfähigkeiten vermittelt. 

Quelle: Ikea; Fast Company 

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kg
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(