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Schwaches Jahr 2017: Schlappes Jahr für Nestlé: Warum der Gewinn beim Schweizer Konzern schmilzt

Das abgelaufene Geschäftsjahr war für Nestlé nicht berauschend. Der Umsatz klettert nur minimal, der Gewinn sinkt. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Für Nestlé war 2017 kein Rekordjahr

Nestlé muss Gewinnrückgang verbuchen

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Läuft nicht bei : Mit einem Umsatzwachstum von schwachen 2,4 Prozent auf insgesamt 89,9 Milliarden Schweizer Franken (77,8 Millionen Euro) legt der Konzern zwar keine Bauchlandung hin. Das Wachstum lag in der vorab erwarteten Bandbreite - aber blieb auch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Im Oktober hatte Nestlé noch ein Plus von 2,6 Prozent errechnet. Die Gründe für das schwache Ergebnis sind vielfältig.

So kauften die US-Amerikaner deutlich weniger Süßigkeiten und Eiscreme aus dem Hause Nestlé, in setzt der Preisdruck bei Milchprodukten dem Konzern zu. Und auch die Aussichten bei der Pflegesparte Nestlé Skin Health sind wenig erfreulich. Im Hautpflegegeschäft sieht es besonders trüb für Nestlé aus.

Gewinneinbruch bei Nestlé

Für das Jahr 2017 muss der Konzern einen satten Gewinnrückgang verbuchen. Der Reingewinn verringerte sich um 15,8 Prozent auf 7,2 Milliarden . Analytiker war von 9,6 Milliarden Schweizer Franken ausgegangen. Dennoch: Nestlé schüttet 2,35 Schweizer Franken als Dividende pro Aktie aus. Im Jahr zuvor waren es noch 2,30 Schweizer Franken.

Interessant könnte es für Nestlé ab dem 21. März werden. Bis dahin hat der Konzern mit dem Kosmetikkonzern   ein Abkommen geschlossen. 23 Prozent halten die Schweizer an dem Beautyunternehmen und sind somit die zweitgrößten Aktionäre des französischen Konzerns. Nach dem Tod der L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt im September 2017 hatten sich die Firmen darauf geeinigt, still zu halten und die Anteile nicht weiter aufzustocken.


Diese Absprache endet am 21. März.  Nestlé selbst hat kein Interesse an einer Erneuerung dieses Abkommens und will seinen Anteil an L'Oréal nicht erhöhen. Ob ein Verkauf eine Option darstellt, ist bislang unklar. Investoren und Analytiker hatten immer wieder gefordert, dass sich der Konzern von seinen Anteil trennen solle.

kg