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Porsche-Dynastie: "Wir drehen ein großes Rad"

In ihrem ersten gemeinsamen Interview demonstrieren die beiden führenden Köpfe der Porsche-Dynastie im stern Einigkeit. Ferdinand Piëch und Wolfgang Porsche: "Nur wenn man an einem Strang zieht, und zwar am gleichen Ende, ist man stark".

Von Jan Boris Wintzenburg

Der gemeinsame Auftritt der beiden Automobil-Granden kommt passend zur Hauptversammlung von Volkswagen, die in der kommenden Woche in Hamburg stattfindet. Dort haben VW-Betriebsrat und IG-Metall Proteste gegen eine von vielen Mitarbeitern als "feindlich" empfundene Übernahme der Mehrheit durch Porsche angekündigt. 1200 Volkswagen-Werker aus allen deutschen Standorten wollen vor der Hamburger Kongresshalle, traditionell Schauplatz der Hauptversammlung, für eine "angemessene Vertretung ihrer Interessen" in der neuen Porsche Automobil Holding SE demonstrieren. Porsche besitzt momentan rund 31 Prozent der VW-Anteile und strebt eine Aufstockung auf über 50 Prozent und damit die Mehrheit an.

Ferdinand Piëch und sein Cousin Wolfgang Porsche, beide Enkel des legendären VW-Käfer-Konstrukteurs Ferdinand Porsche, verkörpern diesen familiären Führungsanspruch. Piëch war viele Jahre VW-Chef und sitzt jetzt dem Aufsichtsrat des größten europäischen Autobauers vor. Wolfgang Porsche leitet den Aufsichtsrat der Porsche SE in Stuttgart, die nun an VW beteiligt ist.

Die Struktur der neuen Holding ist der Haupt-Streitpunkt zwischen Arbeitnehmern in Wolfsburg und den neuen Eigentümern in Stuttgart. Nur drei Arbeitnehmervertreter sollen für die über 400.000 VW-Mitarbeiter im Holding-Aufsichtsrat sitzen, genauso viele wie für die etwa 11.500 Porsche-Beschäftigten. Porsche und Piëch, beide mit je über zehn Prozent direkt an der Porsche SE beteiligt und die führenden Köpfe ihrer beiden Familienstämme, bestätigten diese Entscheidung: "Das ist so und das bleibt so", sagte Wolfgang Porsche kompromisslos zum stern. Ein Affront aus Sicht von VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh.

Wiedeking darf nicht beschädigt werden

Vom mächtigen Arbeitnehmervertreter forderten die beiden Milliardäre Bewegung: "Der Herr Osterloh sitzt ganz oben auf einem Baum, und irgendwann muss er herunter kommen", so Wolfgang Porsche. Man wolle ihn nicht beschädigen, lasse aber auch nicht zu, dass dies mit Porsche-Chef Wiedeking passiere.

Für Betriebsratschef Osterloh sind das schlechte Nachrichten, denn bisher galt insbesondere Ferdinand Piëch als durchaus arbeitnehmernah. Viele wichtige Entscheidungen als VW-Chef setzte er mit Unterstützung des Arbeitnehmerflügels im Aufsichtsrat durch. Seine Zustimmung zu den provokanten Ansichten seines Cousins Wolfgang dürfte die Gewerkschaftsseite vor der Hauptversammlung nervös machen. Bisher konnte sie auf Meinungsdifferenzen bei den beiden hoffen: Wolfgang Porsche hatte einst Ferdinand Piëch den Rücktritt vom Aufsichtsratsposten zum 70. Geburtstag nahe gelegt, was dieser ignorierte. Piëch dagegen hatte den Vorstandsvorsitzenden Bernd Pischetsrieder trotz Widerspruch von Wolfgang bei VW abgesetzt.

Entsprechend zurückhaltend gab man sich am Donnerstag dann auch in Wolfsburg: "Es geht ja nicht einfach nur um die Zahl der Aufsichtsräte, sondern um eine Mitbestimmungsvereinbarung, die die VW-Mitarbeiter angemessen berücksichtigt", hieß es vorsichtig aus dem Umfeld Osterlohs. Dieser sei kein Betonkopf und werde mit allen Beteiligten sprechen.

Eine Botschaft an die Bundesregierung

Der gemeinsame Auftritt der beiden Enkel von Ferdinand Porsche ist aber auch als Botschaft an die Bundesregierung zu verstehen. Die arbeitet gerade an einer Neufassung des VW-Gesetzes, das den Einfluss des Landes Niedersachsen auf VW sichern soll. "Wir drehen ein großes Rad" sagen sie und meinen wohl, dass man sich ihnen besser nicht in den Weg stellen solle. "Ich fände es gut, wenn man gleichzeitig auch ein Siemens- und ein Deutsche Bank-Gesetz machen würde", empfahl Piëch sarkastisch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und unterstellte ihr im selben Atemzug ein "nationales Gefühl".

Niedersachsens Ministerpräsident Wulf, selber Mitglied im VW-Aufsichtsrat, versucht derweil noch schnell eine Satzungsänderung anzuschieben, die seinem Land auch in Zukunft ein Vetorecht sichert. Mit der Unterstützung der Arbeitnehmerseite dürfte Wulf auf der Aufsichtsratssitzung am Vorabend der Hauptversammlung sogar eine Mehrheit dafür zusammen bekommen. Ein Votum allerdings, das keine bindende Wirkung hat.

Konfliktreiche Hauptversammlung erwartet

Für die VW-Hauptversammlung birgt das einiges Konfliktpotenzial, auch wenn sich eine Übernahme von VW durch Porsche wohl nicht mehr verhindern lassen wird. Lediglich der Zeitpunkt ist noch offen. Die Entscheidung über den Aktienkauf haben Porsche und Piëch geschickt delegiert: "Das macht der Porsche-Vorstand genial wie bisher", so Piëch. "Da mischen wir uns nicht ein."

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(