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Fast 600 Verbindungen gestrichen: Streik des Bodenpersonals an Berlins Flughäfen hält an

Der Tarifkonflikt zwischen Verdi und den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel hält an. Den Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen soll eine Verlängerung des Streiks Nachdruck verleihen. 

Plakat in Schönefeld: An beiden Berliner Flughäfen mussten zahlreiche Flüge aufgrund des Streiks gestrichen werden

Plakat in Schönefeld: An beiden Berliner Flughäfen mussten zahlreiche Flüge aufgrund des Streiks gestrichen werden

Auch am Dienstag müssen sich Flugreisende in Berlin auf massive Einschränkungen einstellen. Das Bodenpersonal hat seinen Streik an den Flughäfen Schönefeld und Tegel ausgeweitet. Zu den Arbeitsniederlegungen hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aufgerufen.

An beiden Airports wurden nach Angaben der Flughäfen fast 580 Flugverbindungen gestrichen. Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) sprach von "massiven Einschränkungen im Flugverkehr" und bat alle Passagiere, sich vor dem Beginn ihrer Reise zu informieren.

Gewerkschaft kritisiert Billigflieger Ryanair

Verdi hatte das Bodenpersonal beider Flughäfen bereits am vergangenen Freitag und am Montag zu ganztägigen Streiks aufgerufen. In der Folge fielen hunderte Flüge aus. Hintergrund ist ein festgefahrener Tarifkonflikt um bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für die gut 2000 Beschäftigten der Bodendienste an den Berliner Flughäfen.

Verdi sprach am Dienstag von einem "verschärften Arbeitskampf". Demnach versuchte die Fluggesellschaft Ryanair mit eigenem Personal, einen kleinen Teil der Flüge abzufertigen. Dazu sei "eigenes Personal aus dem Ausland eingeflogen" worden, das nun "ohne Sicherheitsüberprüfung" in Schönefeld im Einsatz sei, kritisierte die Gewerkschaft. Damit werde nicht nur die Sicherheit der Passagiere gefährdet, sondern der "Tarifkonflikt eskaliert".

fri / AFP