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Jack Dorsey: Twitter-Chef schenkt seinen Mitarbeitern 200 Millionen Dollar in Aktien

Er wolle direkt in seine Leute reinvestieren: Der neue Twitter-Chef Jack Dorsey gibt ein Drittel seiner Aktien in den Mitarbeiter-Pool. Unter dem Druck schwächelnder Geschäfte will er so offenbar die Stimmung heben.

Jack Dorsey bei einer Benefizveranstaltung in New York am Rednerpult

Jack Dorsey, hier bei einer Benefizveranstaltung in New York, macht seinen Mitarbeitern Geldgeschenke

Der neue Twitter -Chef Jack Dorsey umwirbt die verunsicherte Belegschaft mit einem ungewöhnlichen Geschenk: Twitter-Aktien im Wert von knapp 200 Millionen Dollar aus eigenem Besitz will der Firmenmitbegründer an die Mitarbeiter abtreten, um deren Motivation zu steigern.

Wie Dorsey über den Kurznachrichtendienst ankündigte, entspricht dies einem Drittel der von ihm gehaltenen Anteilsscheine. Sie sollen in den Aktien-Pool der Angestellten übergehen. Damit wolle er "direkt in unsere Leute reinvestieren", erklärte Dorsey, der erst vor wenigen Wochen dauerhaft die Rolle des Konzernchefs übernommen hat. "Ich habe lieber einen kleinen Teil von etwas Großem als einen größeren Teil von etwas Kleinem", ergänzte der Manager.

Twitter äußerte sich nicht näher zu dem Schritt. Experten werteten diesen als Versuch, die Stimmung unter den Mitarbeitern zu heben und deren Vertrauen in das Unternehmen wieder zu stärken. Unter dem Druck schwächelnder Geschäfte hatte Twitter unlängst angekündigt, rund acht Prozent der Stellen abzubauen, zudem verließen mehrere hochrangige Manager die Firma.

Zweifel der Investoren an Dorsey

Dorsey leitet auch den von ihm mitbegründeten mobilen US-Bezahldienst Square, der an die Börse gehen will. Unter Investoren kamen daher Zweifel auf, ob er die Anforderungen von zwei arbeitsintensiven Chefposten bewältigen kann.

Mit dem ehemaligen Microsoft-Chef Steve Ballmer hat Twitter einen neuen Großaktionär. Ballmer stieg jüngst mit vier Prozent bei dem Unternehmen ein und ist damit drittgrößter Einzeleigner hinter Twitter-Mitbegründer Evan Williams und dem saudischen Milliardär Prinz Alwalid bin Talal.  Twitter-Chef Dorsey hält 3,2 Prozent.

tim / Reuters
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