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Vom Minister zum Cheflobbyisten: Pofalla tritt Bahn-Posten Anfang Januar an

Drei Mal wird Ronald Pofalla noch wach - dann beginnt der Ex-Kanzleramtsminister seinen neuen Job als Cheflobbyist bei der Deutschen Bahn. Der Wechsel hatte für Kritik gesorgt.

Früher managte er die Belange des Kanzleramts - nun kümmert er sich um die Interessen der Deutschen Bahn: Ronald Pofalla (CDU)

Früher managte er die Belange des Kanzleramts - nun kümmert er sich um die Interessen der Deutschen Bahn: Ronald Pofalla (CDU)

Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) beginnt am 2. Januar als Cheflobbyist bei der Deutschen Bahn. Er werde Generalbevollmächtigter für politische und internationale Beziehungen, sagte eine Sprecherin des bundeseigenen Konzerns am Dienstag. Bahnchef Rüdiger Grube hatte sich stark für Pofalla eingesetzt - auch als Wechselpläne vor einem Jahr vorzeitig bekanntwurden und starke Kritik auslösten.

Pofalla war Mitte Dezember 2013 aus der Regierung ausgeschieden. Auch ohne gesetzliche Übergangsfrist für Wechsel von der Politik in ein Unternehmen hatte er sich mit der Bahn für eine Karenzzeit von zwölf Monaten entschieden. In einem "späteren zweiten Schritt" sei geplant, Pofallas Aufgaben mit denen des Vorstandsressorts "Compliance, Datenschutz, Recht und Konzernsicherheit" zusammenzuführen, hatte die Bahn erklärt. Dieser Bereich wird derzeit von Gerd Becht geleitet, dessen Vertrag Ende Februar 2017 ausläuft.

Pofalla war zuletzt noch Mitglied des Bundestages. Im Wahlkreis Kleve in Nordrhein-Westfalen hatte er 2013 das Direktmandat gewonnen. Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Kleve, Günther Bergmann, erinnerte am Dienstag daran, dass Pofalla mehrmals erklärt habe, sein Mandat zum 31. Dezember niederlegen zu wollen.

she/DPA / DPA
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