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100 Milliarden Dollar Vermögen Facebook-Skandale, war da was? Warum Mark Zuckerberg jetzt der drittreichste Mensch der Welt ist

Mark Zuckerberg
Facebook-Chef Mark Zuckerberg ist jetzt 100 Milliarden Dollar schwer
© Bertrand Guay / AFP
Hasskommentare? Fake News? Werbeboykott? Trotz aller Skandale ist Facebook-Chef Mark Zuckerberg in den höchst elitären Club der Super-Milliardäre aufgestiegen. Denn sein Unternehmen ist eine Geldmaschine - und startet bereits den nächsten Coup.

Die USA stecken tief drin in der Corona-Krise, doch für Mark Zuckerberg läuft es blendend. Der Facebook-Chef hat in dieser Woche einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht. Laut dem Bloomberg Billionaires Index überschritt sein Vermögen erstmals die Schwelle von 100 Milliarden US-Dollar. Nur zwei Menschen auf der Welt sind laut dem renommierten Nachrichten- und Wirtschaftsinformationsdienst noch reicher: Amazon-Chef Jeff Bezos und Microsoft-Gründer Bill Gates.

Mit 36 Jahren ist Zuckerberg mit Abstand der Jüngste in dem 100-Milliarden-Dollar-Trio - Bezos ist 56, Gates 64 Jahre alt. Zuckerbergs Vermögen besteht im Wesentlichen aus seinen Anteilen an Facebook. An dem sozialen Netzwerk, das er vor rund 16 Jahren als Student gründete, hält er noch 13 Prozent. Und diese sind wertvoller denn je. 

Facebook auf Allzeithoch - trotz aller Skandale

Denn obwohl die Corona-Pandemie in den USA bereits 160.000 Todesopfer forderte, Millionen Menschen arbeitslos gemacht hat und viele Unternehmen in Schieflage bringt, läuft es für Facebook bestens. Das kalifornische Tech-Unternehmen ist an der Börse am Freitag auf ein neues Allzeithoch geklettert. Seit dem Corona-bedingten Einbruch im März hat sich der Wert der Facebook-Aktie verdoppelt, allein in der vergangenen Woche stieg der Kurs um 16 Prozent.

Das mag all diejenigen verwundern, die bei Facebook nur an Datenskandale, Wahlmanipulation und die umstrittene Rolle bei der Verbreitung von Fake News denken. Gefühlt ist Zuckerberg in der öffentlichen Debatte doch eigentlich ständig in der Defensive, muss seine Praktiken im US-Kongress und sonstwo verteidigen. Und haben nicht gerade erst reihenweise Großkonzerne einen Werbeboykott verhängt, weil Facebook nicht ausreichend gegen Hassbotschaften und Propaganda vorgeht?

Instagram startet Tiktok-Klon Reels

Das mag alles stimmen. Doch trotz allem öffentlichen Gegenwind ist Facebook nicht nur ein weltumspannendes, sondern auch ein hochprofitables Unternehmen. Allein für das zweite Quartal dieses Jahres vermeldete Zuckerbergs Unternehmen einen Gewinn von 5,2 Milliarden US-Dollar (4,4 Milliarden Euro) – exakt die gleiche Summe, die auch Amazon einfuhr. Die Zahl der weltweiten Facebook-Nutzer beträgt mittlerweile 2,7 Milliarden.

Und nun hoffen Analysten auch noch auf den Durchbruch von Facebooks Tiktok-Konkurrenten Reels. Vor wenigen Tagen startete Facebook-Tochter Instagram die bei Tiktok abgekupferte Funktion, was für den jüngsten Börsenboom sorgte. Denn dem populären Original droht derweil in den USA das Aus. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die chinesische Video-App zu verbieten, sollte sie nicht binnen 45 Tagen an ein US-Unternehmen verkauft werden.


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